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Hexentanz in der Stadthalle

"Wicked" Hexentanz in der Stadthalle

Am Wochenende waren in der Marburger Stadthalle die Hexen los: Vor mehr als 2.000 Zuschauern zeigten 300 Schülerinnen und ein Schüler der Ballettschule „danceart“ das Stück „Wicked – Die Hexen von Oz“.

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Marburg. Aufgeregte Eltern, Großeltern und Kinder bevölkerten bei der Premiere am Freitagabend schon lange vor Beginn der Show das Foyer der Stadthalle. Pünktlich um 19 Uhr hob sich dann der schwere rote Vorhang vor der Bühne.

„Wicked – Die Hexen von Oz“ entführte die Zuschauer in die zauberhafte Phantasiewelt von Oz, in ein fernes Land, in dem Feen, Zauberer, Hexen und Fabeltiere zu Hause sind. Das Stück erzählt die Geschichte zweier Hexen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Galinda ist die Schöne, Elphaba die Böse. Dennoch schließen die beiden eine ungewöhnliche Freundschaft. Die weitere Geschichte rankt sich um Liebe, Macht und Toleranz.

Julie Wolf und Claudia Urff, die Leiterinnen von „danceart“, haben aus dem Stoff ein zauberhaftes Tanzstück gemacht, das mit einer überzeugenden Choreografie und vielen schönen Ideen glänzte. Und natürlich mit den durchweg beachtlichen Leistungen der Ballettschülerinnen.

Schon die allerkleinsten Ballerinas, die oft nicht älter als drei Jahre waren, hatten hier ihren großen Auftritt. Sie erschienen mal als Glitzersternchen, mal als Regentropfen verkleidet auf der Bühne und entzückten das Publikum mit ihrer ganz unverfälschten Freude an der Bewegung. Erstaunlich war, wie gut das gemeinsame Tanzen schon klappte und mit welchem Ernst sie bei der Sache waren.

Auch die älteren Schülerinnen stellten ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Vom klassischen Tanz über Modern Dance bis hin zum Hip Hop wurde alles geboten. Mit Ausdauer, Konzentration und Einfühlungsvermögen setzten die jungen Tänzerinnen die Geschichte in anmutige Bewegungen um und beeindruckten mit grazilem Spitzentanz, kraftvollen Sprüngen, perfekten Drehungen und reibungslosem Zusammenspiel auf der Bühne.

Die Solistinnen Lea Schol, Mira Wöllenstein, Juliane Nau, Annika Ziwes zeigten in den Rollen der beiden Hexen Galinda und Elphaba darüber hinaus großes schauspielerisches Talent.

Dass Tanzen nicht nur reine Mädchensache sein muss, bewies der einzige Tänzer des Abends. Dana Klang zeigte sich in der Rolle des Fiyero ganz cool und legte einen rasanten Hip-Hop-Tanz hin, der zum Teil akrobatische Qualität hatte.

Zum stimmigen Gesamtbild des Abends trugen die phantasievollen, nie überladen wirkenden Kostüme bei. Viele der Tanzanzüge, Tüllkleider und Ballettröckchen, die in allen Farben des Regenbogens leuchteten, waren selbst geschneidert. Auch die Bühne war kunstvoll und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Neben der Premiere gab es am Samstag noch zwei weitere Aufführungen des Tanzstücks in der Stadthalle.

von Bettina Preussner

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