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„Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin, wie jener!“

Jürgen von der Lippe „Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin, wie jener!“

Am Donnerstag, 24. September, ist Jürgen von der Lippe in der Marburger Stadthalle: Ab 20 Uhr serviert er nichts weniger als „Das Beste aus 30 Jahren“.

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Der Komiker Jürgen von der Lippe. Foto: Veranstalter

Marburg. Wir sprachen mit dem Komiker am Telefon über Synchronschwimmen, das Saxophon, männliche Altersmilde und das gebrochene Bein einer Marburgerin.

OP: Sie reden gerne über Männer und Frauen, ohne zu verletzen. Kann man Ihnen böse sein?

Jürgen von der Lippe: Ich hoffe nicht. Jeder Komiker ist gut beraten, auf den weiblichen Teil des Publikums zu setzen. Denn es sind immer mehr Frauen da. Sie amüsieren sich offensichtlich lieber und lautstärker. Wobei das auch ein physikalisches Phänomen sein kann. Vielleicht hört man das helle Lachen einfach besser. Wann immer sich jemand auf dem Sitz hin- und herwirft und die Schminke runterläuft, ist das eine Frau. Weil sie für mich der wichtigere Teil des Publikums sind, hau’ ich auch immer auf die Männer drauf. Die Männer nehm’s sowieso nicht persönlich. Sie denken, ’der redet ja nicht von mir’. Ich rede ja auch von mir – meistens. Und die Frauen denken ’ja, genauso ist meiner’. Und die Männer denken ganz biblisch: „Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin, wie jener!“

OP: Und wie ist es bei Ihnen zu Hause? Wer kocht? Wer putzt?

Von der Lippe: Ich koche so gut wie ausschließlich, und ich bin ein sehr sauberer Koch. Ich spüle sehr gerne, von Hand übrigens. Ich räume ungern Spülmaschinen ein und aus. Ich weiß nicht, woran es liegt.

OP: Hawaii-Hemden sind Ihre Berufskleidung, die Sie nicht privat tragen. Sind Sie eitel? Färben Sie sich die Haare?

Von der Lippe: Bitte was? Bin ich Schröder? Der Bart ist weiß, und die Haare wirken manchmal rötlich. Ich kann nur schwören: Ich färbe nichts. Färben fände ich affig. Ich habe überhaupt kein Problem mit meinem Alter, weil es ja auch seine guten Seiten hat. Das Ansammeln von Lebenserfahrungen, von Informationen und Kenntnissen aller Art. Diese Altersmilde, die ja leider nur Männer haben ...

OP: Das ist nicht wahr.Von der Lippe: Wir sind hier im wissenschaftlich abgesicherten Raum: Bei euch Mädels lässt das Östrogen nach, und das Testosteron wird im Verhältnis mehr, und das ergibt zänkische alte Weiber. Da kann man nichts dran machen.

von Christine Krauskopf

Das gesamte Interview lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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