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Herausforderungen hinter den Kulissen

Hessisches Landestheater: „Fear gewinnt“ Herausforderungen hinter den Kulissen

Einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Hessischen Landestheaters Marburg im Schwanhof konnten Theaterfreunde bei „Fear gewinnt“ werfen.

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Schauspielerin Insa Jebens bot theaterpädagogische Übungen mit Improvisation und Pantomime an.

Quelle: Michael Hahn

Marburg. Die Entdeckungstour im Rahmen des Marburger Theatersommers durch das Theater ermöglichte Besuchern Einblicke in Räume und Ecken, die ihnen normalerweise vorenthalten bleiben. Bei dem etwas anderen Tag der offenen Tür gab es über 20 Stationen, an denen das Publikum eingeladen wurde, seinen Mut zu testen, seine Angst zu hinterfragen oder seine Furcht zu besiegen.

Von der Maske über das Büro des Intendanten bis zur Schreinerei waren dabei fast alle Bereiche des täglichen Theaterbetriebs zugänglich und boten unterschiedlichste Erlebnisse – mal aktiv, mal passiv, aber immer individuell. So involvierten Mitglieder der freien Marburger Gruppe „Transition-Theater“ die Gäste in die Darstellung von Bildern, die Herrschaftsstrukturen und hierarchische Positionen verdeutlichten und versuchten Lösungen zu finden, sich aus ihnen zu befreien.

An anderer Stelle wurden die Besucher dazu animiert, im Chor den Klassiker „What a wonderful world“ zu schmettern, während auf dem Cinderella-Parcours die jüngeren Gäste Momente des Märchenklassikers nachspielten. Im Malsaal des Theaters war es möglich, Postkarten mit intimen Dingen zu verfassen, die man sich normalerweise nicht trauen würde, den entsprechenden Personen persönlich zu sagen.

Überwindung der Angst gehört zum Schauspieleralltag

Es stand jedem frei, beispielsweise seinem Schwarm eine Liebeserklärung zu schreiben, einfach bei jemandem seinen Dampf abzulassen, oder ungeklärte Dinge endlich einmal anzusprechen. Alle Stationen hatten gemeinsam, dass Punkte für gemeisterte Herausforderungen gesammelt werden konnten, mit denen die Besucher am Ende an einer Verlosung von Theaterkarten teilnahmen.

Die Idee hinter „Fear gewinnt“ sei gewesen, Menschen einzuladen, Theater anders zu entdecken, führte Magz Barrawasser, Regieassistentin am Theater und Initiatorin des Projekts, aus. Das Überwinden von Angst sei auch ein zentrales Thema im Arbeitsalltag der Schauspieler, beispielsweise die Angst vor Kritik oder die Überwindung, sich in der Maske komplett zu verändern.

Sie sei „sehr, sehr zufrieden“ mit der positiven Resonanz auf das Projekt und hob besonders die Bereitschaft der Mitarbeiter aus allen Abteilungen des Theaters, „vom Intendanten bis zur Hospitantin“ hervor, ihre Freizeit dafür geopfert zu haben.

von Michael Hahn

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