Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Heiße Zeitreise in die Ära des Rock’n’Roll

Golden Oldies Heiße Zeitreise in die Ära des Rock’n’Roll

Das Festival Golden Oldies stand am Samstag nicht nur im Zeichen der 50er- und 60er-Jahre, sondern auch unter dem Einfluss der Hitze. Abends allerdings gab es für viele Besucher kein Halten mehr.

Voriger Artikel
Auftakt mit festlichen Trompetenklängen
Nächster Artikel
Michael Thalheimer seziert Schillers „Jungfrau von Orleans“

Diese Mitglieder einer Boogie-Woogie-Tanzgruppe aus den Niederlanden, „The Dancing Shoes“, begeisterten mit ihren akrobatischen Einlagen.

Quelle: Manfred Schubert

Wettenberg. Die hochsommerlich warmen Temperaturen an diesem Wochenende führten dazu, dass sich am Samstagnachmittag deutlich weniger Besucher durch die Straßen drängten als sonst bei den Golden Oldies, um sich die nach Veranstalterangaben etwa 2000 Oldtimer anzuschauen oder auf Deutschlands größtem Nostalgiemarkt der 1950er-/60er-Jahre mit mehr als 100 Ständen nach Kleidung, Schallplatten und altem Hausrat zu stöbern. Und in der prallen Sonne blieb beispielsweise die Tanzfläche in der Seestraße leer. Die Gäste hörten der „66 Roadhouse Band“, einer von 52 Gruppen, die auf den neun Bühnen an den drei Festivaltagen auftraten, lieber im Schatten der Sonnenschirme von den Tischen und Bänken aus zu.

Jedes Jahr trifft ein Prominenter in Wettenberg auf sein erstes Auto. In diesem Jahr sah Schlagersänger Chris Roberts seinen goldenen VW Käfer, Baujahr 1972, wieder. Anschließend gab er jede Menge Autogramme.

Zur Bildergalerie

Aber als die Schatten länger wurden, da gab es für viele kein Halten mehr. Die Hauptstraße war dicht bevölkert, vor den Bühnen tanzten Menschen aller Altersgruppen Rock’n’Roll, teils erstaunlich gelenkig und mit geradezu akrobatischen Einlagen.

Golden-Oldies-Besucher sind in der Regel Wiederholungstäter. Das fängt schon in jungen Jahren an. So berichteten die Eltern der neun Jahre alten Zwillinge Leon und Lena Dreyer aus Rauischholzhausen, dass sie seit Jahren regelmäßig dabei sind. Wurden sie früher von den Eltern geschoben, so nahmen sie diesmal erstmals selbst an der Kinderwagen-Parade für „Oldtimer“ ohne PS und Motoren teil.

Und Golden-Oldies-Besucher lassen sich auch von Pannen nicht aufhalten. So war der Pontiac Bonneville Baujahr 1960 von Ralf Meixner auf der Fahrt vom Bodensee in Würzburg liegen geblieben. Seit 23 Jahren kommt er nach Wettenberg, diesmal zwar ohne Oldtimer, aber er und seine fünf Mitfahrer, die er teils selbst mit dem Festival-Virus infiziert hat, schafften die Anfahrt zur Stamm-Unterkunft per Mietwagen.

Oder die Mitglieder von „The Dancing Shoes“, einer Boogie-Woogie-Tanzgruppe aus den Niederlanden. Sie besuchten zum sechsten Mal in Folge die Golden Oldies und begeisterten auf Tanzflächen wie auch auf der Straße mit ihren akrobatischen Einlagen.

Manche meinen ja, dass Elvis höchstpersönlich noch lebt. Aber auf jeden Fall sind seine Jünger und die des Rock’n’Roll und seiner Ära quicklebendig und drohen noch lange nicht auszusterben - und treffen sich alle nächstes Jahr wieder in Wettenberg zum Jubiläumsfestival.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr