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Heiße Rhythmen in lauer Nacht

1. Ortenberger Rock'n'Roll-Gewitter Heiße Rhythmen in lauer Nacht

Rock ‘n‘ Roll sowie Rhythm ‘n‘ Blues vom Feinsten mit drei heimischen Bands gab es am Freitagabend in Marburg bei einem kleinen Open-Air-Festival.

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Eine energiegeladene Bühnenshow und druckvolle Bläsersätze gehören zu den Markenzeichen der mitreißenden Auftritte von „Straight Bourbon“.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Das dreistündige musikalische Unwetter, unter allerbesten meteorologischen Bedingungen wohlgemerkt, hat Bands sowie Besuchern Riesenspaß gemacht und hätte gerne noch ein bis zwei Stündchen länger dauern können. Kaum hatte man sich so richtig warmgehört und -getanzt, da war es schon wieder vorbei, das erste „Ortenberger Rock ‘n‘ Roll-Gewitter“.

Gerade mal zwei Zugaben durfte „Straight Bourbon“ mit „Hey Jude“ und dem „Jail house rock“ noch spielen, dann musste es wieder still werden auf dem Sportplatz der Käthe-Kollwitz-Schule. Ab 23 Uhr durften die Anwohner auf dem Ortenberg am Freitagabend nicht mehr gestört werden.

Zum ersten Mal fand am Freitag ein kleines, aber feines Open-Air-Festival mit drei heimischen Bands am Ortenberg in Marburg statt. Rund 600 Besucher tanzten zu Rock'n'Roll und Rhythm'n'Blues.

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Das kleine Open-Air-Festival, dessen Organisation Henry Bausch, der Bassist der „Boptown Cats“, in die Hand genommen hatte, ist bei den knapp 600 gut gelaunten Besuchern bestens angekommen.
Zum Teil hatte sich diese stilgerecht gekleidet und frisiert, Pettycoats und ordentlich glänzende Haartollen waren auf der Tanzfläche vor der Bühne zu sehen. Diese füllte sich bald. Nachdem das Marburger

Rock ‘n‘ Roll-Trio „The Heads“ die erste halbe Stunde Klassiker wie den „Folsom Prison Blues“ von Johnny Cash, „Great Balls of Fire“ von Jerry Lee Lewis oder „Blue Suede Shoes“ von Elvis Presley authentisch und mitreißend gespielt hatten, kam auch vor der Bühne Bewegung auf. Ältere Paare, die noch die Ära des Rock ‘n‘ Roll selbst miterlebt haben dürften, zeigten, dass die Musik und der Tanz dazu sichtlich fit halten.

"Boptown Cats" sorgen für ersten Höhenpunkt

Die Stimmung zum ersten Höhepunkt trieben die vier Cousins aus Marburg und Lahntal, das mittlerweile deutschlandweit erfolgreiche Familien­unternehmen in Sachen Rock ‘n‘ Roll, „The Boptown Cats“. Die Jungs haben den swingenden Rockabilly-Sound der 50er-Jahre im Blut, pflegen beim Covern wie bei Eigenkompositionen ihren ganz eigenen Stil und insbesondere die temperamentvollen Schlagzeug- und Snare-Drum-Einlagen, letztere mittlerweile Markenzeichen von Schlagzeuger Remo Michel, und die fetzige Kontrabass-Bearbeitung von Henry Bausch machen die Bühnenshow zu einem Hingucker. Letzterer hat das Rock ‘n‘ Roll-Gen offensichtlich auch seinem Sohn weitervererbt. Der zwölfjährige Santino bestand an diesem Abend seine Bühnen-Feuertaufe und spielte bei „The High School“ gekonnt auf der E-Gitarre mit.

Die zehn Mann von „Straight Bourbon“ mit ihrer fünfköpfigen Bläser-Sektion passten gerade mal so auf die kleine Bühne, gaben dann aber auch gleich richtig Vollgas. Rhythm ‘n‘ Blues und Souliges im Stil der Blues Brothers mit wechselnden Leadsängern und einer energiegeladenen, fetzigen Bühnenshow rissen die Zuhörer mit.

von Manfred Schubert

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