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Schütz’ Wirken und Musik zu Luthers Zeiten

Ausstellung im Hessischen Staatsarchiv Schütz’ Wirken und Musik zu Luthers Zeiten

Die neue Ausstellung im Hessischen Staatsarchiv wirft einen Blick auf Luthers Vermächtnis im Marburger Raum.

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Im Foyer des Hessischen Staatsarchiv ist die aktuelle Ausstellung zu sehen.

Quelle: Luisa Göhler

Marburg. Auch das Hessische Staatsarchiv widmet sich dem 500. Jahrestag der Reformation und beschäftigt sich in der aktuellen Ausstellung mit der Musik dieses Zeitalters in Hessen. In sieben Vitrinen werden Exponate aus verschiedenen Regionen Hessens gezeigt, die von histo­rischen Schriften und Zeichnungen bis hin zu speziellen Instrumenten reichen. Die Ausstellungsstücke sind chronologisch, aber auch regional geordnet und geben so einen Einblick in die Entwicklungsstände der Musik – vor, inmitten und nach der Reformation mit speziellem Augenmerk auf den Einfluss des Kasseler Landgrafen Moritz des Gelehrten.

Hinter den Kuratoren Professor Lothar Schmidt und Professor Gerhard Aumüller liegt eine intensive Vorbereitungsphase, inklusive sechs Monate Archivarbeit und zahlreiche Reisen durch Hessen. Hierbei stießen sie auf neue Quellen, die aufzeigen, wie stark sich die Musik Hessens durch die Reformation veränderte und wie sich auch das Niveau der Laienmusik in der Region verbesserte.

Heinrich-Schütz-Fest im September

Dr. Friedhelm Brusniak, Musikpädagoge an der Universität Würzburg, erläuterte diesen Zusammenhang in seiner Festrede unter dem Titel „Gott mit uns. Die Musikkultur in Waldeck im Reformationszeitalter“. Unter anderem zeigte der gebürtige Waldecker die lange Tradition der Akrostichonlieder in der Region auf, die eine Einheit zwischen Text und Musik bilden. Außerdem stellte er die vermehrte Verwendung der Mehrstimmigkeit in Laienensembles heraus, die bis zu zwölfstimmige Motetten aufführen konnten.

In Vorbereitung auf das 48. Heinrich-Schütz-Fest, das im September in Marburg stattfinden wird, beschäftigt sich die Ausstellung auch mit der Rolle Schütz’ in Hessen, bevor dieser 1613 an den Hof des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. in Dresden ging. Zahlreiche Briefe, Zeichnungen, aber auch Kompositionen rekonstruieren das Schaffen Schütz’ während seines Lebensabschnitts in Hessen.

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 30. September im Hessischen Staatsarchiv Marburg zu sehen.

von Luisa Göhler

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