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Heimische Chöre überzeugen den Juror

Kritiksingen in Wetter Heimische Chöre überzeugen den Juror

Zehn Chöre des Wetschaftstal-Sängerbundes mit 255 Sängerinnen und Sängern unterzogen sich in Wetter einer kritischen Bewertung durch Jens Röth. Etliche Darbietungen überzeugten nicht nur den Juror, sondern begeisterten auch die Zuhörer.

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Der VMGV „Orpheus” Wetter unter Leitung von Ruslana Eidam sang das schwierige Stück „Der Einsiedler“ nach Josef von Eichendorff und das munter-fröhliche „Ging ein Weiblein Nüsse schütteln“ von Kurt Lissmann.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Einige sehr ansprechende Darbietungen erhielten außer dem Lob des Fachmannes, Musikdirektor Jens Röth aus Löhnberg, auch viel Beifall seitens der Zuhörer. Am über dreistündigen Kritiksingens in der Stadthalle in Wetter nahmen diesmal neun Chöre des ausrichtenden Wetschaftstal-Sängerbundes teil sowie als Gastchor der MGV Cölbe. Diesen dirigiert Uwe Gerike, der Bundeschorleiter des Wetschaftstal-Sängerbundes.

Als Gastchor mit dem Wunsch nach einer Prädikatwertung stellte sich der MGV Cölbe 1878 unter Chorleiter Uwe Gerike mit “Wir lieben sehr im Herzen“ von Franz Biebl und dem Lied „Wie kann es sein” von der A Cappella-Gruppe Wise Guys dem Urteil des Fachmanns.

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Jeder Chor trug zwei meist vom Charakter, in Tempo und Schwierigkeitsgrad unterschiedliche Lieder vor. Röth bewertete jeweils direkt danach Intonation, Rhythmus, Dynamik, Aussprache, Chorklang, Präsentation und anderes und gab Ratschläge für mögliche Verbesserungen.

So riet er generell allen Sängern, sich zu bemühen, die eigene Stimme dem Gesamtklang anzupassen, damit es so klinge, als würde innerhalb der einzelnen Stimmen vom Sopran bis zum Bass jeweils nur eine Person singen: „Versuchen Sie nicht, herauszustechen.“

Musikdirektor lobt runden und frischen Chorklang

Er hob aber auch die Stärken der Gruppierungen hervor, attestierte beispielsweise dem zum Auftakt singenden Gemischten Chor SingFonie Treisbach einen sehr runden, homogenen und frischen Chorklang, dem nachfolgenden Gesangverein Amönau eine klare Aussprache und merklichen Spaß am Gesang und einen entsprechend freudvollen Vortrag.

Dem VMGV „Orpheus“ Wetter sprach Röth ein Kompliment für die Wahl des schwierigen Werks „Der Einsiedler“ nach Josef von Eichendorff aus, das mit seinen polyphonen Passagen den Sängern in allen Stimmen einiges abverlange. „Es ist ganz toll, dass solche Literatur noch gesungen wird“, fand er und lobte die fein differenzierte, ansprechende Interpretation.

Auch der Junge Chor des MGV 1894 Oberasphe, überzeugte den Juror mit einer schwierigen Volksliedbearbeitung. „Horch, was kommt von draußen rein“ begeisterte zudem das Publikum, das jubelnd Beifall spendete.

Als „tollen Vortrag“ und eine schöne Leistung vom Männerchor der 2012 gebildeten Chorgemeinschaft Mellnau/Oberrosphe und ihrem Dirigenten Kurt Latzko, über 40 Jahren beim MGV 1872 Oberrosphe, bezeichnete Röth das Stück „Wenn alle Brünnlein fließen“.

Der Gastchor, der MGV Cölbe, trat mit dem Wunsch nach einer Prädikatwertung ohnehin schon mit hohen Ansprüchen an sich selbst an. Er setzte mit „Wir lieben sehr im Herzen“ von Franz Biebl und dem fünfstimmigen Lied „Wie kann es sein“ von der A-Cappella-Gruppe Wise Guys einen schönen Schlusspunkt unter das Kritik- und Wertungssingen.

Die Zuhörer applaudierten kräftig für beide Stücke, Röth fand wenig zu kritisieren und hob den kernigen, vollen Chorklang und die stets präzise Rhythmik hervor.

von Manfred Schubert

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