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Heimische Autoren blicken auf Marburg

„Tag für die Literatur“ Heimische Autoren blicken auf Marburg

Mehr als 160 Veranstaltungen in ganz Hessen bot am Sonntag der „Tag für die Literatur“. Marburg war mit gleich sechs Lesungen prominent vertreten.

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Auf einem kleinen Podium im Rosengarten im Schlosspark stellten Mitglieder der Marburger Schreibwerkstatt ihre Texte vor.

Quelle: Immanuel de Gilde

Marburg. Eine dieser Lesungen fand im Freien im Judizierhäuschen am Rosengarten im Schlosspark statt. Dort hatten sich die Mitglieder der Schreibwerkstatt Marburg zu dem Satz „Lauter Wiesen und Gärten, die Lahn und hinten waldichte Gebirge“, den Wilhelm von Humboldt beim Blick vom Marburger Schloss geäußert hatte, Gedanken gemacht.

Diese Gedanken in Form von Kurzgeschichten bezogen sich jedoch keineswegs auf Marburgs sprießende Flora und Fauna. Vielmehr machten Krimis, fiktive Erzählungen und sogar eine Katzengeschichte den Großteil der Kurzgeschichten aus.

So verstand jeder etwas anderes, wenn im Ausschreibungstext von der „Marburger Umgebung“ die Sprache war, wie die Vorsitzende Barbara Seifert feststellte. Dieser Umstand führte dazu, dass ein breites Spektrum aus Kurzgeschichten präsentiert wurde, die sich jeweils in Stil, Inhalt und Vortrag unterschieden. Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von dem Gitarristen Stefan Nitschke.

Direkt am Anfang der Matinee gab es eine düstere Kriminalliebesgeschichte mit Happy End zu hören. „Der Trumpf“ wurde von Hermine Geißler vorgetragen. Weiter ging es von zu engen Hosen über in Flaschen eingesperrte Fliegen bis hin zu einer Probefahrt, die in einer Entführung mündete. Danach konnten zwei Katzen doch zueinander finden, während ein Ritter sein Dornröschen leider nicht fand und ein Frachtschiff zum Erstaunen der Anwohner die Lahn durchquerte.

Das Haus der Romantik bot am Sonntag eine literarische Matinee mit Picknick im Grünen, der Marburger Autorenkreis stellte sich im Turmcafé vor und die Schreibwerkstatt von Theater GegenStand auf dem Waggonhallengelände. In der Elisabethkirche las Anja Zimmer und im Kunstverein wurden „Rückblicke auf Marburger Malerinnen“ präsentiert.

von Immanuel de Gilde

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