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Heimat der Brüder Grimm wirbt mit Superlativen

Literarischer Frühling Heimat der Brüder Grimm wirbt mit Superlativen

Zwei der wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart sowie Deutschlands beliebtester Schauspieler sind die Star-Gäste beim Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm.

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Eine Szene aus dem Film „Der letzte Mensch“ mit Hannelore Elsner und Mario Adorf. Adorf stellt den Film in Frankenberg exklusiv vor.Foto: Farbfilm Verleih

Frankenberg. Heute Abend wird mit Martin Mosebach um 19 Uhr in der 500 Jahre alten Rathausschirn der Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm eröffnet. Mosebach stellt seinen hochgelobten Roman „Das Blutbuchenfest“ vor.

Am Sonntag wird Mario Adorf erwartet. Der populäre Schauspieler stellt ab 14.30 Uhr in einer Sondervorstellung im Frankenberger Thalia-Theater seinen neuen Film „Der letzte Mentsch“ vor, der am 8. Mai in die deutschen Kinos kommt. Adorf spielt darin einen KZ-Überlebenden. Nach der Vorstellung wird Adorf über die Dreharbeiten und seine Beziehung zu dem Werk sprechen.

Mosebach und Adorf sind nur zwei von vielen Stars, die die Organisatoren zum dritten Literaturfestival in die Region um den Nationalpark Kellerwald-Edersee eingeladen haben. Sie sprechen von einem „Programm der Superlative“. Zu recht. Der Präsident des deutschen PEN-Zentrums, Josef Haslinger, bringt Teilnehmern in einem dreitägigen Workshop die Kunst des Romanschreibens nahe. Zu den weiteren prominenten Teilnehmern des Festivals gehören die Schauspielerin, Theaterregisseurin und Filmpreisträgerin Adriana Altaras, die Autorin und TV-Moderatorin Thea Dorn, Hans Magnus Enzensberger, einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller Deutschlands, Katja Eichinger, die in Kassel geborene Gattin des verstorbenen Filmproduzenten Bernd Eichinger, der renommierte Hochschullehrer und Autor Hanns-Josef Ortheil, Hans Pleschinski, der jüngst in Marburg seinen Thomas-Mann-Roman „Königsallee“ vorstellte, die Autorin Asta Scheib, der Literaturkritiker Denis Scheck und der Autor Peter Schneider. Dabei ist auch der Dichter Johannes Kühn - ein zeitgenössischer Hölderlin, der das Dorfuniversum beschreibt.

Zehn Tage lang werden Lesungen, Debatten und Workshops geboten. Veranstaltet wird das Festival zum dritten Mal von den Hotels Die Sonne Frankenberg, Schloss Waldeck und dem Landhaus Bärenmühle im Lengeltal, die den „Literarischen Frühling“ im Frühjahr 2012 anlässlich der Feiern zum 200-jährigen Jubiläum der Hausmärchen der Brüder Grimm aus der Taufe hoben und damit auch den Tourismus in der Region beleben wollen. 17 Unternehmen, darunter sind der Heizungshersteller Viessmann und FingerHaus, unterstützen den Literarischen Frühling. Schirmherren sind Mario Adorf und der Büchner-Preisträger Friedrich Christian Delius, der in Korbach sein Abitur machte.

Die Autorin und Journalistin Christiane Kohl, die das Festival wesentlich mit aufbaute, ist sehr zufrieden: „Wir haben die ganze heimische Wirtschaft hinter uns und machen weiter.“ Sie hat viele Jahre als Italien-Korrespondentin für den Spiegel und die Süddeutsche Zeitung gearbeitet und ist rundum glücklich: „Das ist Heimat“, sagt sie.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.literarischer-fruehling.de

von Uwe Badouin

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