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„Hauptmann“ für die Schlossfestspiele

19. Juni Premiere in Amöneburg „Hauptmann“ für die Schlossfestspiele

Mit Hochdruck arbeitet Regisseur Peter Radestock am „Hauptmann von Köpenick“. Das „deutsche Märchen“ von Carl Zuckmayer hat am 19. Juni bei den Schlossfestspielen Amöneburg Premiere. Gespielt wird bis zum 7. Juli.

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Quelle: Stephan Schuchardt

Amöneburg. Für Theaterfreunde hat der Sommer im Landkreis viel zu bieten: In Marburg zeigt das Hessische Landestheater Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ (Premiere 20. Juni), in Amöneburg inszeniert der ehemalige Oberspielleiter des Landestheaters, Peter Radestock“, mit zahlreichen ehemaligen Darstellern des Landestheaters Carl Zuckmayers großen Komödienklassiker „Der Hauptmann von Köpenick“ (Premiere 19. Juni). Und auf der Burg Mellnau gibt es vom 21. Juni an die „Rocky Horror Mellnau Show“. Alle Stücke werden Open Air gespielt, alle parallel.

Heute steht der „Hauptmann“ im Mittelpunkt, eine Paraderolle für einen Komiker: Heinz Rühmann hat ihn gespielt, ebenso Harald Juhnke. Das 1931 uraufgeführte Stück, Zuckmayer nannte es „ein deutsches Märchen“, basiert auf einer wahren „Köpenickiade“. Der Stoff wurde acht Mal verfilmt.

In Amöneburg schlüpft Manfred Gorr in die Rolle des Schusters Wilhelm Voigt, der in die Mühlen der preußischen Bürokratie gerät, immer wieder im Gefängnis sitzt, schließlich bei einem Trödler eine Uniform kauft und mit vorbeilaufenden Soldaten das Rathaus von Köpenick besetzt, den Bürgermeister verhaftet - und all dies nur, weil er nach Passpapieren sucht. Im Stück wird Voigt zum Nationalhelden und lacht am Ende gemeinsam mit den Beamten. In der Realität wurde Voigt auch ein Volksheld, dem man später Denkmäler setzte, aber die Bürokraten drückten kein Auge zu: Er kam wieder ins Gefängnis.

„Der Hauptmann von Köpenick“ ist der Startschuss für die ersten Amöneburger Schlossfestspiele: Depro concert und Radestock als künstlerischer Leiter wählten das beliebte Ausflugsziel aus, nachdem die Schlossfestspiele Rauischholzhausen mehrfach von der Gießener Universität abgesagt wurden. Die Veranstalter hoffen auf einen ähnlichen Erfolg wie zuletzt mit dem „Phantom der Oper“ im Schlosspark Rauischholzhausen: Damals waren alle Vorstellungen ausverkauft.

Regisseur Radestock greift auf viele Schauspieler zurück, mit denen er in seiner Zeit am Hessischen Landestheater zusammengearbeitet hat: Neben Gorr wurden Jochen Nötzelmann, Stefan Gille, Markus Klauk, Michael Köckritz, David Gerlach, Harald Schwamm und Cathrin Bürger. Eine Rolle bekommt auch Christin Deuker, die Tochter des Veranstalters Michael Deuker, verpflichtet. Sie hat ein Musical-Studium absolviert.

Die stilgerechten historischen Kostüme hat Radestock bereits bei einem Kostümverleih in Frankfurt ausgewählt und auch beim Bühnenbild und in der Requisite hat er professionelle Unterstützung.

„Der Hauptmann von Köpenick“ wird vom 19. Juni bis zum 6. Juli 15 mal auf der großen Freilichtbühne an der alten Stadtmauer gespielt - jeweils ab 20.30 Uhr, am Sonntag, 30. Juni, gibt es um 16 eine zusätzliche Vorstellung. Die Schlossfestspiele enden am 7. Juni mit einem Konzert der Band „Abba-Fever“, das um 19 Uhr beginnt.

Die Veranstalter richten für die Besucher einen Shuttle-Service von den Parkplätzen ein. Und die Gastronomen in Amöneburg bieten spezielle „Hauptmann“-Gerichte an.

Karten für die Festspiele gibt es über Telefon 06453 / 912470, im Internet unter www.depro-concert.de, in den OP-Geschäftsstellen im Schlossberg-Center und Franz-Tuczek-Weg sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Die OP verlost zehn mal zwei Freikarten für die Premiere am 19. Juni. Wer gewinnen will schreibt unter dem Stichwort „Hauptmann“ an die Oberhessische Presse, Franz-Tuczek-Weg 1, Kulturredaktion, in 35039 Marburg oder per Mail an kultur@op-marburg.de. Die Zuschriften müssen am 1. Juni vorliegen. Die Gewinner werden benachrichtigt.

von Uwe Badouin

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