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Umjubelte Topstars am Blech

Gemeinschaftskonzert Umjubelte Topstars am Blech

Hollywood-Feeling in der Lutherischen Pfarrkirche: Das Weltklasse-Bläserensemble Harmonic Brass aus München spielte gemeinsam mit dem Cincinnati Pops Brass Quintett aus den USA Klassiker der Filmgeschichte.

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Topstars am Blech – die Musiker im roten Jackett sind vom Cincinnati Pops Brass Quintett, die im schwarzen Frack von Harmonic Brass.

Quelle: Jouka Röhm

Marburg. Knapp 700 Zuhörer bedachten die zehn Profis am Blech am Ende mit stehenden Ovationen.

Der Star des Abends war an seiner Tuba zu erkennen: Manfred Häberlein (50) ist Mitbegründer von Harmonic Brass, ein international gefragter Tuba-Dozent und er ist seit August Lehrbeauftragter an der Marburger Musikschule. Neben Häberleins Tuba erklangen auch die Trompeten, Hörner und Posaunen an diesem Abend dank des Quintetts aus den USA sogar in doppelter Ausführung.

„Es ist ungewöhnlich, dass zwei solch hervorragende Ensembles hier spielen“, hob Knut Kramer, Leiter der veranstaltenden Marburger Musikschule, die Besonderheit des Abends hervor. Harmonic Brass-Hornist und Moderator Andreas Binder pries die Kollegen aus Cincinnati derweil nicht nur ob ihrer roten Jacketts als „den FC Bayern München unter den Blech-Ensembles“ an. Modetechnisch standen die Münchner in ihren schwarzen Fracks und Kleidern den Amerikanern in nichts nach, musikalisch zeichnete sich ebenfalls eine hervorragende Symbiose ab.

Cincinnati Pops spielt oft für Hollywood-Filme

Zehnstimmig intonierte die deutsch-amerikanische Kombo zunächst Choräle von Johann Sebastian Bach bevor es zum ersten Mal filmreif wurde. Die Gäste aus Cincinnati brillierten mit einem Medley verschiedenster Filmmusiktitel und wurden damit ihrem Ruf gerecht. Die fünf Musikerinnen und ­
Musiker sind Teil des Cincinnati Pops Orchestra, das regelmäßig Musik für Hollywood-Filme einspielt.

Das Quintett um Trompeter Doug Lindsay und Elizabeth Freimuth (Horn) gab den Soundtrack des Sandalen-Klassikers „Ben Hur“ zum Besten. Zu zehnt vereint schickten die Blech-Profis die Zuhörer dann mit einem Western-Medley in die Pause, arrangiert vom Harmonic-Brass-Trompeter Hans Zellner. Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Münchener zunächst solo, unter anderem mit einem Arrangement des „Concierto de Aranjuez“ von Harmonic-Brass-Trompeterin Elisabeth Fessler, das die Zuhörer in die spanische Sonne entführte.

Gemeinsames Konzert seit vier Jahren in Planung

Zum Abschluss gab es dann emotionsgeladene Klassiker: „You’ve got a friend in me“ von Randy Newman aus dem Film „Toy Story“, gefolgt von einem wunderbaren „Star Wars“-Medley von Trompeter Hans Zellner. Als Zugabe für das begeisterte Publikum gab es dann die pathetische Olympia-Fanfare der Spiele in Seoul 1988 von John Williams.

Vor vier Jahren hatten sich die beiden Quintette kennengelernt und seither von einer gemeinsamen Tour geträumt. Dass diese Tour die Gruppe nun auch nach Marburg führte, war das Verdienst eines alten Weggefährten von Manfred Häberlein an der Marburger Musikschule: „Über Karl Reisswig kam der Kontakt zustande“, erzählt Häberlein. Reisswig, Fachbereichsleiter für Holz und Blech an der Musikschule, und Häberlein hatten Harmonic Brass 1991 gemeinsam gegründet. In Marburg sind die beiden nun wieder vereint.

  • Es spielten: Elizabeth Freimuth (Horn), Andreas Binder (Horn), Christian Ganicenco (Posaune), Thomas Lux (Posaune), Manfred Häberlein (Tuba), Carson McTeer (Tuba), Lucy Kraszlan (Trompete, [Ersatz für Steve Pride]), Elisabeth Fessler (Trompete), Doug Lindsay (Trompete) und Hans Zellner (Trompete).

von Jouka Röhm

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