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Halle der Schande

OP-Buchtipp: Zimmermann / Dörr: „Gesichter des Bösen“ Halle der Schande

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert des Grauens. Dies machen Till Zimmermann und Nikolas Dörr mit ihrem Buch „Gesichter des Bösen“ überdeutlich.

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Quelle: Donat-Verlag

Sie listen die schrecklichsten Verbrechen und Verbrecher dieses Jahrhunderts auf, das doch vermeintlich so viel Fortschritt gebracht hat.

Diktatoren wie Idi Amin, Stalin, Mao Ze Dong und natürlich Adolf Hitler, Militärs wie Adrian Dietrich Lothar von Trotha und Hugo Bánzer Suárez, Terroristen wie „Carlos“ oder Osama Bin Laden, ganz „normale“ Gangster wie Escobar oder der Cosa-Nostra-Anführer Bernardo Provenzano tauchen darin auf. Ungewöhnlich: selbst US-Präsidenten wie William McKinley jr. und George W. Bush werden aufgeführt.

„Dieses Buch ist eine harte Lektüre, schreibt Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung im Geleitwort. „Man geht vorbei an den Türen der untersten Zellen der Hölle.“

Alle diese 168 „Gesichter des Bösen“ – es sind ausschließlich Männer – wirkten und wirken noch immer wie Baschar al-Assad oder die Narco-Gangster in Mexiko unter den Augen der Weltöffentlichkeit. Mord, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Friedensverrat, Terrorismus und organisierte Kriminalität werden den größten Verbrechern des 20. Jahrhunderts zugeordnet.

Das Buch ist die „Schandhalle des Bösen“ – erschreckend. Wird das 21. Jahrhundert friedlicher? Es sieht leider nicht danach aus.

  • Till Zimmermann / Nikolas Dörr: „Gesichter des Bösen“, Donat-Verlag, 287 Seiten, 19,80 Euro

von Uwe Badouin

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