Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Halbgott mit Selbstzweifeln

Kino: Hercules Halbgott mit Selbstzweifeln

Zeus-Sohn Herkules musste schon für zig Hollywoodfilme herhalten. Halb Mensch, halb Gott gibt es ihn in diesem Jahr gleich doppelt im Kino. Nach Kellan Lutz zeigt nun Dwayne Johnson seine Muskeln.

Voriger Artikel
Mörderische Zeiten in Marburg
Nächster Artikel
„Biene Maja“ in neuem Gewand

Herkules (Dwayne Johnson, Mitte)) wird stets von der Amazone Atalanta (Ingrid Berdal, von links), Iolaus (Reece Ritchie) und Atolycus ( Rufus Sewell) begleitet.Foto: Kerry Brown/Paramount Pictures

Quelle: Kerry Brown

Marburg. Wie gut, dass Ex-Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson so stark ist. Hollywoods Muskelpaket aus Filmen wie „Fast & Furious“ nimmt es in „Hercules“ mit neunköpfigen Schlangen, riesigen Löwen, furchterregenden Kriegern und einer Flut von Pfeilgeschossen auf. Regisseur Brett Ratner („X-Men - Der letzte Widerstand“) wirbelt sie den Zuschauern in 3-D direkt ins Gesicht. Aber das neue Helden-Epos aus Hollywood mit reichlich Spezialeffekten ist mehr als pure Action.

Die Fantasy-Verfilmung nach der Comic-Vorlage von Steve Moore nimmt es mit dem Mythos der griechischen Sage nicht ganz ernst. Wenn Hercules die Muskeln anspannt, zwinkert er auch mal mit den Augen. Seinen heldenhaften Ruf, als Zeus-Sohn mit übermenschlichen Kräften gesegnet zu sein, stellt er selbst infrage. Das macht den bärenstarken Kerl, der vielleicht doch nur ein Normalsterblicher ist, gleich sympathischer. Seine ohnehin schon imposanten Muskelberge hat Johnson für seine Rolle als „Hercules“ noch weiter anwachsen lassen. Er bestand darauf, alle Kampfszenen selbst zu spielen, und schwenkte dabei die berüchtigte „Hercules“-Keule und scharfe Schwerter.

So zieht er mit einigen Söldnern und der Armee von König Cotys (John Hurt) in die Schlacht um Thrakien. Dass Cotys ein doppeltes Spiel treibt, geht Hercules erst später auf. Glücklicherweise kann er sich auf seine treue Gefolgschaft verlassen. Dazu gehören der schräge Prophet Amphiaraus (Ian McShane), der seinen eigenen Tod ständig falsch voraussagt, der Messer wirbelnde Autolycus (Rufus Sewell), die furchtlose Amazone Atalanta (Ingrid Bolsø Berdal) und der Geschichtenerzähler Iolaus (Reece Ritchie).

Joseph Fiennes hat eine kleine Rolle als König Eurystheus. Das russische Model Irina Shayk, Freundin von Fußballer Cristiano Ronaldo, spielt in ihrem ersten Filmauftritt die schöne Hercules-Ehefrau Megara. Die schwedische Newcomerin Rebecca Ferguson, die den Zuschlag für „Mission: Impossible 5“ erhielt, mimt die Tochter von König Cotys, die sich mit „Hercules“ verbündet.

Zwischen dem jüngsten „Hercules“-Film und seinem Vorgänger im Mai, „The Legend of Hercules“, liegen Welten. Unter der Regie von Renny Harlin hatte sich „Twilight“-Vampir Kellan Lutz in den Halbgott verwandelt. Jene Heldensaga mit spröden Dialogen und unausgefeilten Spezialeffekten glich mehr einem Videospiel. Brett Ratner konnte es nur besser machen. Es sind 98 Minuten Actionspaß mit eindrucksvollen Kampfszenen und einem „Hercules“, der sich nicht zu ernst nimmt.

von Barbara Munker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr