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Gute Musik und beste Stimmung

Robert Oberbeck in der Waggonhalle Gute Musik und beste Stimmung

In der prall gefüllten Waggonhalle feierten Fans und Freunde den Marburger Singer-Songwriter Robert Oberbeck. Zusammen mit Weggefährten bereitete er den Zuhörern dreieinhalb unvergessliche Stunden.

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Robert Oberbeck (Zweiter von rechts) rockt in der Waggonhalle Marburg mit seinen Freunden Heiko Abel, Philipp Kalabis und Andreas Kaiser (von links).

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Anfangs hörten die Fans konzentriert zu, später sangen viele mit, am Ende standen alle und klatschten, sangen und bewegten sich im Takt. 245 Zuhörer in der teilbestuhlten Waggonhalle feierten mit Robert Oberbeck dessen Bühnenjubiläum unter dem Motto „30 Jahre Musik in Marburg“. Der zeigte sich freudig überrascht, hatte „mit 100 Leuten oder so“ gerechnet.

Der Singer-Songwriter, der mittlerweile vier CDs mit eigenen Songs im Stile von Bruce 
Springsteen, Bob Dylan oder Glen Hansard veröffentlicht hat, präsentierte sich in seiner ganzen musikalischen Bandbreite. Den Abend eröffnete Robert Oberbeck solo, mit den eigenen Liedern „One last summer solo“ und „Geena“, die er mit seiner charakteristischen warmen, ebenso kraft- wie gefühlvollen und ausdrucksstarken Stimme 
vortrug. Zwischendurch berichtete er von den Anfängen als Musiker.

Der Marburger Singer-Songwriter Robert Oberbeck feierte 30 Jahre Musik in Marburg mit einem rauschenden Konzert in der Waggonhalle.

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„Im April 1986 habe ich mit anderen Schülern das erste 
Konzert an der Richtsbergschule 
 gegeben, als Schlagzeuger. Wir spielten Coversongs wie ,Der kleine Pirat‘ von den Rodgau Monotones“, erinnerte er sich. Die Band hieß Überschall und habe 1987 tatsächlich mit den Rodgau Monotones auf der Bühne in Stadtallendorf „St. Tropez am Baggersee“ gespielt.

Ob er ohne die Unterstützung der Schule, die Instrumente und Probenraum zur Verfügung stellte, je Musik gemacht hätte, sei fraglich. Musikalisch stattete er seinen Dank mit dem Lied „Richtsberger Blut“ über die Schulzeit ab, das er vor zwei 
Jahren zu einem Filmprojekt beigetragen hatte.

Sein wichtigstes Vorbild, Bruce Springsteen, sei ihm einst, als er unter Liebesnöten litt, im Traum in seinem Zimmer am Richtsberg erschienen und erklärt, was er brauche, sei ein neuer Song. Der „Boss“ habe 
recht gehabt, seit 25 Jahren sei er mit dem Mädchen zusammen, sagte Oberbeck und sang „believe in us“.

Nacheinander folgten Auftritte 
zu zweit oder dritt mit befreundeten Musikern aus Marburg und der Partnerstadt North­ampton, die er beim MaNo-Festival kennenlernte. Erik Kerber, Chris Nash, Anita Naumann und der langjährige Overback-Bandpartner Rainer Husel, sein „Stiefvater, von dem ich alles gelernt habe“, traten in dem von akustischen Gitarrenklängen und schönen Duettgesängen geprägten ersten Konzertteil auf.

Eine Hommage an Bruce Springsteen

Nach der Pause ging es mit der Band weiter und es wurde zunehmend rockiger mit Stücken wie „Happy End“. Neben Schlagzeuger Timo Henkel, 
Gitarrist Rudi Noltensmeier für den aus privaten Gründen fehlenden Dennis Wutzke und Bassist Aiko Abel, der einst als Frontmann „Der kleine Pirat“ gesungen hatte, war neu dabei Jens Flach am Keyboard.

Auch die Band erhielt nach und nach Verstärkung durch befreundete Musiker. Philipp Kalabis und Andreas Kaiser sangen und spielten unter anderem bei Springsteens Hit „Dancing in the dark“ mit, zu dem das Publikum begeistert mitklatschte und den Refrain intonierte, Chris Nash und Marc Mundin, der zweite Gastmusiker aus Northampton, kamen beim Dylan-Klassiker „I shall be released“ dazu, und auf der Bühne brannte ein fröhliches musikalisches Feuerwerk, dessen Funken auf die Zuhörer übersprangen.

Eine „Allstars-Formation“ huldigte schließlich mit „Purple Rain“ dem kürzlich verstorbenen Popstar Prince. Dann wurden die elektrischen Verstärker abgeschaltet, mit akustischen Gitarren, Akkordeon und kleinen Rhythmusinstrumenten bewaffnet begaben sich die Musiker von der Bühne ins Publikum und setzten mit „Sit down“ den Schlusspunkt unter ein bemerkenswertes und für viele sicher unvergessliches Konzert.

von Manfred Schubert

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