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Gute Laune dank Willy, Kurt und Hans

Amöneburger Schlossfestspiele Gute Laune dank Willy, Kurt und Hans

Am 13. Juli hat der Theaterspaß „Die 3 von der Tankstelle“ Premiere bei den Schlossfestspielen in Amöneburg. 15 Vorstellungen stehen auf dem Programm.

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Die Drei von der Tankstelle tragen ihre Angebetete auf Händen: Michael Köckritz (von links), Jochen Nötzelmann, David Gerlach und Anna-Sophie Braun proben derzeit intensiv, aber mit viel Spaß in Gemünden.

Quelle: Uwe Badouin

Gemünden. Wenn Michael Köckritz, Jochen Nötzelmann und David Gerlach bei den Proben den Hit „Ein Freund, ein guter Freund“ anstimmen, will man sofort mitsingen. Was für ein Ohrwurm. Und das seit 1930.

Damals kam die Filmoperette 
„Die 3 von der Tankstelle“ in die deutschen Kinos. Ab 13. Juli 
ist der Spaß rund um die drei Freunde Willy, Hans und Kurt bei den Amöneburger Schlossfestspielen als Freilichtstück zu sehen.

Die Geschichte kennt wohl jeder: Die drei Freunde und Lebemänner Willy (Michael Köckritz), Hans (Jochen Nötzelmann) und Kurt (David Gerlach) haben das Arbeiten nicht erfunden. Als sie nach einer langen Weltreise zurückkehren, müssen Sie dummerweise feststellen: Der Gerichtsvollzieher war da. Alles 
ist weg. Villa, Möbel, Geld. Sie müssen tatsächlich arbeiten. Von den letzten Kröten kaufen sie sich eine Tankstelle.

Vierte Radestock-Inszenierung für Schlossfestspiele

Dort lernen sie alle unabhängig voneinander die selbstbewusste Lilian Cossmann (Anna-Sophie Braun) kennen. Die ist nicht nur hübsch, sondern auch noch steinreich – klar, sie hat ein Auto, damals eine sündhaft teure Rarität. Damit beginnen die Probleme: Alle verlieben sich Hals über Kopf in die junge Frau.

Regisseur Peter Radestock ist ein alter Hase. In seiner langen Theaterkarriere in der ehemaligen DDR und am Hessischen Landestheater hat er unzählige Stücke inszeniert und große Open-Air-Produktionen 
gestemmt. „Die 3 von der Tankstelle“ ist seine vierte Inszenierung für die Amöneburger Schlossfestspiele nach „Der Hauptmann von Köpenick“ (2013), „My Fair Lady“ (2014) und „Amadeus“ (2015).

Radestock verlagert die Geschichte in die 1950er-Jahre, in die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. „Beim Freilichttheater will ich die Leute unterhalten“, sagte Radestock der OP. Das Stück sei wunderbare Unterhaltung mit Witz, Romantik und einem Happy End.

Erstmals bei den Schlossfestspielen arbeitet er mit einer Live-Band: Für die vier Musiker (und die Darsteller) ist dies Schwerstarbeit, denn das Stück enthält 18 Lieder. Viele davon sind 30er-Jahre-Schlager-Klassiker wie „Die bist das süßeste Mädel der Welt“, „Irgendwo auf der Welt gibt‘s ein kleines bisschen Glück“ oder „Lieber guter Herr Gerichtsvollzieher“.

Heimspiel für Anna-Sophie Braun

Die Darsteller haben bei den Proben sichtlich Spaß mit dieser netten Komödie. Michael 
Köckritz, der bis vor wenigen Tagen noch als fieser Graf de Guiche im „Cyrano de Bergerac“ des Hessischen Landestheaters zu sehen war, freut sich: „Das ist ein vollkommen anderes Stück in Sprache und Form.“

Wie 
Jochen Nötzelmann und David Gerlach ist er zum vierten Mal bei den Schlossfestspielen dabei. „Wir gehören zum Inventar“, schmunzelt David Gerlach. „Abends werden wir dort zu den Kostümen gehängt, morgens lässt man uns wieder raus“, sagt er lachend und zeigt auf die Garderobe.

Für Anna-Sophie Braun ist es das zweite Heimspiel in ihrer Heimatstadt Amöneburg nach „Amadeus“. Dort spielte die junge Schauspielerin, die an der Hamburger Stage School Musical studierte, Mozarts Frau Constanze. Und jetzt wieder eine Hauptrolle. „Es macht Riesenspaß mit dem Team“, sagt sie. Kein Wunder: Als Lilian hat sie die Männer ohnehin im Griff.

Produziert werden die Stücke von dem Gemündener Unternehmen Depro Concert. Depro-Chef Michael Deuker geht das Risiko ein, bis in die dritte Ferienwoche hinein zu spielen, weil ihm das Risiko gegen die Fußball-Europameisterschaft anzutreten, noch größer erschien. Und das aktuelle Wetter mit Dauerregen gibt ihm recht.

OP-Gewinnspiel

Die OP verlost zehn Mal zwei Freikarten für die Premiere am Mittwoch, 13. Juni, um 20 Uhr. Einsendungen gehen unter dem Stichwort „Tankstelle“ an die Oberhessische Presse, Kulturredaktion, Franz-Tuczek-Weg 1, in 35039 Marburg oder per Mail an kultur@op-marburg.de. Sie müssen am 26. Juni in der 
Redaktion vorliegen.

  • Gespielt werden 15 Vorstellungen vom 13. Juli bis 6. August jeweils ab 20 Uhr – sonntags ab 18 Uhr. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen der Oberhessischen Presse und unter www.depro-konzerte.de.

von Uwe Badouin

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