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Grotesk überdrehter Komödienspaß

OP-Vorpremiere "Pitch Perfekt 2" Grotesk überdrehter Komödienspaß

Im zweiten Teil von „Pitch Perfect“ nabeln sich einige der Schönheiten von ihrer College-A-capella-Gruppe ab. Vorher aber müssen sie noch einen letzten großen Triumph feiern. Absolut schräge Trash-Komödie.

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Kurz vor dem College-Abschluss treten die Bellas noch einmal in den musikalischen Wettstreit. Mit dabei ist auch wieder Fat Amy (Rebel Wilson, Zweite von rechts).

Quelle: Universal Pictures

Marburg. Wenn ein College-Girl den Künstlernamen Fat Amy wählt, zeugt das durchaus von einem gewaltigen Selbstbewusstsein, einer gehörigen Portion Selbstironie oder aber schlicht Dumpfheit. Für eben diese Fat Amy (Rebel Wilson) in „Pitch Perfect 2“ dürften allen drei Gründe zutreffen. Wie schon in dem unerwartet erfolgreichen ersten Teil aus dem Jahr 2012 ist sich die übergewichtige Sängerin der A-cappella-Gruppe Barden Bellas auch in der Fortsetzung für nichts zu schade.

Dass ausgerechnet sie es ist, die sich bei einem Auftritt zu Ehren des US-Präsidenten Barack Obama an einem Seil von der Decke herunter katapultieren lässt, ist da schon eine Steigerung. Dass ihr dabei die Leggings reißen und sie komplett „unten ohne“ über der Bühne baumelt, setzt dem aber durchaus noch eine Krone auf.

Mit diesem Eklat haben sich die Barden Bellas allerdings von den College-Meisterschaften disqualifiziert. Um ihre Ehre wiederherzustellen und auch um einen möglicherweise letzten Triumph als Bellas zu sichern, schließlich stehen sie am Ende ihrer College-Karriere, bleibt ihnen nur noch die Weltmeisterschaft in Kopenhagen. Dafür müssen sie zunächst die deutschen Kandidaten „Das Sound Machine“ ausstechen.

Ungereimtheiten und keine nennenswerte Geschichte

Bei all dem wird fast zur Nebensache, dass der fast zweistündige Film nahezu ohne nennenswerte Geschichte auskommt und die ein oder andere Ungereimtheit aufwirft. Die ehrgeizige Beca (Anna Kendrick) hadert zwar plötzlich mit den Bellas und versucht, ihre Karriere mit einem Praktikum bei einem Musikproduzenten anzukurbeln. Ansonsten gibt es aber noch den Neuzugang Emily (Hailee Steinfeld), und Fat Amy, die überzeugte Single-Frau, wird plötzlich zur Romantikerin - und auch sonst scheinen die Bellas langsam erwachsen zu werden.

Diese groteske Komödie lebt von absurden Wettstreits, irrwitzigem Vorsingen, missglückten Auftritten und vielen Musikeinlagen. Die nächste Peinlichkeit oder der nächste Gag folgen bestimmt. Dafür sorgt auch das von Elizabeth Banks, die zugleich auch die Regie übernommen hat, und John Michael Higgins dargestellte Kommentatoren-Gespann. Das ist so glatt-gebügelt, amerikanisch-absurd und über jedwede politische Korrektheit erhaben, dass man sich manchmal kaum in einer Hollywood-Produktion wähnt. Nach dem Erfolg des ersten Teils ist „Pitch Perfect 2“ also die konsequente Fortsetzung, mit vielen schrägen Gags, Klischees und bissigen Anspielungen.

  • Der Film läuft im Cineplex.

Pitch Perfect 2
erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat:

sehenswert

mit der Note 3,0
(Bestnote ist 4,0)

Zuschauermeinungen:
„Der Film hat mir sehr gut gefallen. Eine gute Mischung aus Humor, Emotionen und Lebensleichtigkeit. Ich würde den Film nochmal anschauen. Sehr empfehlenswert.“
Evie Metz aus Marburg

„Besser als der erste Teil und der war schon Hammer!“
 Lorenz Zimmermann aus Wohra

„Schrill, verrückt und die Töne nicht bei jedem getroffen.“
 Guido Schneider aus Lohra

„Tolle Fortsetzung! Super!!“
  Laura Stummer aus Cölbe

„Oberhammer. Ist der beste Film. Liebe ihn total!“
Emilia Orth aus Emsdorf

„Zu viele rassistische Witze, ansonsten war der Film ganz okay.“
  Amar Ahmed aus Marburg

„Echt mal wieder was zum Lachen, leider zu viele gezwungene Lachszenen und deshalb schlechter als Teil 1. Trotzdem großer Kinospaß.“
Mira Haselhorst aus Marburg

„Musikalisch-witzige Verfilmung von American Pie.“
Monika Schneider aus Lohra

„Naja, Teil 1 war super. Teil 2 eher weniger... Trotzdem unterhaltsam.“
 Julia Schwarz aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Enrico Doske, Johanna Franken, Natalie Föth, Greta Kutebini und Anna Breuer. Die Karten werden zugeschickt.

von Britta Schmeis

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