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Großer Auftritt nach nur einer gemeinsamen Probe

ESG-Chor trifft Studierenden-Bigband Großer Auftritt nach nur einer gemeinsamen Probe

Für gewöhnlich geht es in den ehrwürdigen Hallen des Audimax eher um nüchterne Wissensvermittlung als hochklassige Unterhaltung. Am Donnerstag aber gehörte die Bühne nicht Professoren, sondern 68 jungen Damen und Herren, die ihre Gäste mit Soul, Funk und Jazz verzauberten.

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Die Solisten Anna Schnersch vom ESG-Chor im roten Kleid und neben ihr Philipp Meine von der Bigband performen zusammen mit ihren jeweiligen Teams.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Die Rede ist von den 45 Mitgliedern des „Chors der Evangelischen Studierendengemeinde“ (ESG) und den 23 Musikern der „Studierenden-Bigband Marburg“. Erstere eröffneten mit „Happy“ von Pharell Williams, letztere mit „In the stone“ von Earth, Wind & Fire. Während die 1994 gegründete Bigbang unter Leitung von Andreas Hochacker die Gäste mit viel Jazz, Funk und Soul unterhielt, steuerte der 2006 gegründete Chor, angeführt von Anna Schnersch, vor allem Stücke aus dem Bereich der Gospel- und Popmusik bei. Insgesamt waren etwa 400 Gäste zu der kostenlosen Veranstaltung gekommen und die klatschten und summten Klassiker wie „Hit the road Jack“ von Percy Mayfield mit.

Besonders eindrucksvoll waren dabei jene Darbietungen, bei denen beide Musikergruppen zum ersten Mal zusammen auf der Bühne standen, wie etwa um Stevie Wonders „As“ zu interpretieren. „Hat uns super gut gefallen, man möchte irgendwie direkt dazu tanzen,“ freute sich etwa Anne-Birth Steinmann, die zusammen mit Freund Moses Kühlewind extra aus Frankfurt angereist war. Opferbereitschaft gab es auch unter den Musikern, so trat Oliver Born am Schlagzeug mit geschientem Fuß auf. „War ein blöder Fahrradunfall, aber es geht schon, man braucht eben beide Füße, um die Pedale zu bedienen, daher muss ich mit dem Verband etwas aufpassen,“ erklärte Born.

Für Anna Schnersch gehört es mittlerweile zur Routine auf der großen Bühne zu stehen, dafür war die Musikauswahl diesmal ungewohnt: „Ich mache sonst mehr Klassik, also ist es schon eine Abwechslung, dass wir heute sehr poplastig sind, aber das hat alles super geklappt, obwohl wir nur einmal zusammen mit der Bigband geprobt haben.“

 Sowohl den Gästen als auch den größtenteils noch studierenden Interpreten, war die Begeisterung an der Musik anzusehen. „Es macht unheimlich viel Spaß,“ meinte ESG-Pressesprecherin Julia Luther und ergänzte: „Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, besonders Männer sind noch etwas rar.“

von Marcus Hergenhan

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