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Groß, größer - Godzilla

Neu im Kino Groß, größer - Godzilla

Godzilla kehrt zurück. Größer, furchterregender und in 3D. Schöpfer des neuen Films mit der japanischen Horror-Echse ist ein junger Brite. 270 Zuscahuer sahen den Film in der OP-Vorpremiere.

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Neben dem Monster Godzilla wirken selbst Hochhäuser klein. 60 Jahre nach seinem Film-Debüt kehrt die Riesenechse auf die Leinwand zurück.Foto: Warner Bros. Picture

Quelle: Courtesy Of Warner Bros. Picture

Marburg. Vor 60 Jahren taucht das Monster zum ersten Mal langsam aus den Meeresfluten auf. Erst sind seine gezackten Rückenstacheln zu sehen - so gigantisch wie Gebirge ragen sie aus dem Wasser und sind doch nur ein Bruchteil des ganzen, riesigen Körpers. „Godzilla“ kehrt zu seinem runden Geburtstag auf die Kinoleinwand zurück. Der britische Regisseur Gareth Edwards („Monsters“) belebt den Mythos um die japanische Horror-Echse neu.

Im Jahr 1954 drehte der Japaner Ishiro Honda den ersten Godzilla-Film, es folgten zahllose japanische Fortsetzungen und Neuinterpretationen. Vor 16 Jahren versuchte sich auch der deutsche Hollywoodregisseur Roland Emmerich an einer „Godzilla“-Version. In Emmerichs Film zeigte sich das Ungeheuer - ähnlich wie in Steven Spielbergs „Jurassic Park“ - erst spät in seiner ganzen furchtbaren Größe. Im neuen Godzilla-Film darf der Zuschauer dagegen sehr früh vor dem schuppigen Untier erschaudern.

Doch schon bald könnte man durchaus so etwas wie Sympathie mit Godzilla empfinden - denn mit den insektenähnlichen Mutos fällt ein möglicherweise noch größerer Feind über die Menschheit her. Sie ernähren sich von nuklearem Abfall und auch den auf sie gerichteten Atomsprengköpfen. Da scheinen die Einwohner der am übelsten gebeutelten Stadt San Francisco und Godzilla plötzlich auf einer Seite zu kämpfen.

Wie in vielen großen US-Produktionen üblich ist „Godzilla“ bei aller Zerstörungswut aber auch so etwas wie ein Familienfilm - ein Streifen, der an das Zusammengehörigkeitsgefühl appelliert. Die Krise bringt jede Menge Helden hervor, in diesem Fall sind viele von ihnen US-Armeeangehörige.

Edwards hat „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston vor die Kamera geholt. Er spielt den US-Wissenschaftler Joe, der gemeinsam mit seinem bei der Army dienenden Sohn (Aaron Taylor-Johnson) Jahre nach einem angeblichen Erdbeben und einer Atomkatastrophe Ungereimtheiten bei der offiziellen Version des Unglücks aufdeckt.

Die Frauen sind alle in Nebenrollen gedrängt: Elizabeth Olsen als liebende Gattin und aufopferungsvolle Krankenschwester, Sally Hawkins als unscheinbare Assistentin und Juliette Binoche als Atomwissenschaftlerin, die schon früh sterben muss.

Als Godzilla angreift, wird das ohnehin etwas holprige Drehbuch aber zur Nebensache. Mit seinem ersten Schritt aus dem Wasser löst das Monster einen Tsunami und Mega-Sturm aus. Kampfjets fallen wie Eintagsfliegen vom Himmel. Ein Schweifschlag genügt Godzilla, um ganze Häuserblocks zu zerlegen.

Die Story beeindruckt vor allem durch ihre gruseligen Monster und ihre computeranimierten Kämpfe. Und an eine Fortsetzung denkt der Regisseur sicher auch schon - gibt ja noch jede Menge Feinde da draußen.

von Elke Vogel

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