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Götter im Machtrausch

Hessisches Landestheater Marburg Götter im Machtrausch

Eine mitreißende Premiere von Franz Fühmanns „Prometheus. Die Titanenschlacht“ sahen am Freitag rund 200 Besucher im fast ausverkauften Hessischen Landestheater.

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Titanin Rhea (Uta Eisold) will ihren Sohn Zeus vor Kronos schützen. Prometheus (Sebastian Muskalla) weiß wie immer Rat. Am Ende jedoch ist er der Verratene.

Quelle: Ramon Haindl

Marburg. Die Titanen, die alten Herrscher über die Welt, haben Staub angesetzt. Regisseur Hans-Jochen Menzel macht dies auch optisch greifbar – mittels extra-trockener Heilerde. In seinem großen Eingangsmonolog steht Daniel Sempf als Titan Atlas jeder Bewegung in einer Staubwolke.

Sie sind alt geworden, diese ersten Kinder der Erdgöttin Gaia (auf der Bühne eine fast lebensgroße Puppe). Und sie sind herrschsüchtig. Veränderungen? Nein, danke. Alles bleibt, wie es ist, bis in alle Ewigkeit, basta! Chef Kronos (Thomas Streibig) lässt daran keinen Zweifel aufkommen. Um eventuellen Umstürzen vorzubeugen, frisst er einfach seine Kinder.

Knapp zwei grandiose Theaterstunden später schleicht sein Sohn, der Idealist Prometheus (Sebastian Muskalla), an der Seite des gestürzten Kronos von der Bühne: „Ich hab‘s versucht“, sagt er im Gehen. „Hmmm“, raunt Kronos lakonisch.

Mehr bleibt nicht zu sagen. Die Partystimmung nach dem Sieg der neuen Götter ist schnell verflogen. Der Traum von einer besseren Welt wurde Prometheus gestohlen – vom neuen Göttergeschlecht, allen voran von Zeus (Sven Mattke).

Weitere Aufführungen sind Dienstagabend sowie am 10. und 15. März, jeweils um 19.30 Uhr im Theater am Schwanhof.

von Uwe Badouin

Mehr lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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Hessisches Landestheater Marburg

Eintauchen in die Mythologie der alten Griechen können die Theaterbesucher am Freitag: Um 19.30 Uhr hat „Prometheus. Die Titanenschlacht“ im Theater am Schwanhof Premiere.

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