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Gewohnte Umgebung mit neuem Blick

Ausstellung zeigt „Kunst im Biegen“ Gewohnte Umgebung mit neuem Blick

Wie sieht mein Viertel aus? Wie sehe ich es? 
Wie sehen es andere? 14 Künstlerinnen und Künstler präsentieren in einer Ausstellung ihren Blick auf das Biegenviertel.

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Zur Vernissage war die Ausstellung im Atelier der Vhs zu sehen, die von Egon Vaupel eröffnet wurde.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Großformatig in Öl, analog fotografiert oder als 
experimentelle Druckgrafik – in den unterschiedlichsten künstlerischen Interpretationen kommt das Biegenviertel in einer Ausstellung daher, die der Verein „Alles im Biegen“ in diesem Jahr initiiert hatte.

Künstlerinnen und Künstler aller Couleur waren aufgerufen, sich zu beteiligen. Für zehn von ihnen hat man sich schließlich entschieden, dazu kommen mehrere Aquarelle aus dem Künstlerkreis des DRK-Pflegeheims, mit dem der Verein laut der Vorsitzenden Dr. Renate Buchenauer auch ganz besonders verbunden ist. Zur Eröffnung der Ausstellung, die im Atelier der Volkshochschule (Vhs) stattfand, war Altoberbürgermeister Egon Vaupel mit seiner Frau Rita gekommen.

„Mutig“, kommentierte Vaupel die Einladung schmunzelnd. Auch wenn er als Politiker es gewohnt sei, „in der Bütt“ zu reden und jetzt ein dreiviertel Jahr nicht mehr im Amt sei, müsse er aufpassen, dass er die Situation nicht ausnutze und all das sage, was in der Zeit hätte gesagt werden müssen. Aber der ehemalige Oberbürgermeister beschränkte sich auf die Inhalte der Ausstellung und betonte, wie wichtig es sei, in dem Quartier, in dem man lebt, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Nähe zu erleben.

Vaupel lobt Ausstellung als Bereicherung

„Wir können nicht nur digital leben“, erklärte Vaupel angesichts der Vernetzung der modernen Welt. Man brauche eine Umgebung, in der man sich zuhause fühle. Eine Ausstellung wie „Kunst im Biegen“ und die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler ermöglichen mit ihren Werken die Frage: Kennt ihr diesen speziellen Einblick? Diesen Ausblick? Häufig gehe man durch die Stadt und nehme vieles gar nicht mehr wahr. Insofern sei die Ausstellung eine große Bereicherung. Die Menschen, die „im Biegen“ leben, haben das große Glück, auf historischem Grund und Boden zu leben, so Vaupel.

Diese Historie ist etwa in zwei alten analogen Aufnahmen aus den 1970er Jahren zu sehen. Andere Fotografien verfremden die abgebildeten Ecken des Viertels, indem sie mit anderen Landschaften montiert wurden. Gemälde in Öl und Acryl gehören ebenfalls zur Ausstellung sowie eine kleine Sammlung an Aquarellen, die Bewohner des DRK-Pflegeheims gemalt haben. Zu den Künstlern gehören Elisabeth Münch, Harald Lange, Amélie Methner, Gerda Waha, Hartwig Schuchart, Waltraud Mechsner-Spangenberg, Chris Schmetz, Harry Hecker, Sabine Schock und Anni Röhrkohl.

  • Bis Anfang nächsten Jahres wird die Ausstellung im Restaurant „Colesseo“ zu sehen sein.

von Nadja Schwarzwäller

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