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Geschichte einer großen Liebe

Lesesommer Geschichte einer großen Liebe

„Anna und Armand“ ist die Geschichte eines außergewöhnlichen Paares und einer großen Liebe. Und die sie erzählt, ist die Enkelin Miranda Richmond-Mouillot.

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Anna und Armand von Miranda Richmond Mouillot

Marburg. Richmond-Mouillot hat das Leben ihrer jüdischen Großeltern rekonstruiert und porträtiert: 1948, nachdem sie gemeinsam den Zweiten Weltkrieg überlebt haben, kaufen Anna und Armand ein Haus in Südfrankreich. Fünf Jahre später nimmt Anna die Kinder und verlässt Armand. Es folgen 50 Jahre des Schweigens. Doch dann kommt ihre Enkelin und lockt die Vergangenheit aus den alten Leuten heraus.

Leseprobe

Meine Großmutter hatte in ihrem Leben zahllose Male ihr Heim fluchtartig verlassen oder verloren, und obwohl sie sich nie ganz damit abfand, in Amerika zu leben, war sie wild entschlossen, in ihrem Haus in Pearl River, New York, zu sterben, in das sie sich zurückgezogen hatte, seit sie nicht mehr als ­Psychiaterin im Rockland State Mental Hospital arbeitete. Das erklärte sie mir immer wieder, denn meine Großmutter betrachtete den Tod als einen interessanten Tanzschritt, den sie eines Tages endlich lernen würde, oder vielleicht als einen Brieffreund, dem sie schon mehrmals um ein Haar begegnet wäre.

Miranda Richmond-Mouillot: Anna und Armand, Limes Verlag München, 352 Seiten, 19,99 Euro.

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