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George Orwell 
in Ägypten

OP-Lesesommer George Orwell 
in Ägypten

Unter dem Pseudonym Hazem Ilmi hat ein Ägypter eine düstere Zukunftsvision seines Landes geschrieben.

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Quelle: Blumenbar

Ägypten ist im Jahr 2048 eine islamistische Diktatur. Donia Nour, eine junge Frau will raus aus diesem Land, in dem die Neo-Sharia gilt, Internet verboten ist, alles und jeder von elektronischen Sittenwächtern (SW) überwacht wird.

All das erinnert an George Orwells 1984. Donia Nour braucht Geld, um das Land zu verlassen und das bekommt sie durch 24-Stunden-Hochzeiten – ein Synomym für Prostitution.

Ihre 33. Hochzeit aber löst eine Kettenreaktion aus. Hazem Ilmi hat ein provozierendes Buch geschrieben, in dem er das Frauenbild des Islam entlarvt.

von Uwe Badouin

 
Lesesommer

„Im Namen Allahs, ihr seid alle verhaftet“, lärmten die metallischen Stimmen unisono. „Bleibt wo ihr seid. Wer nicht stehen bleibt, wird festgenommen und bekommt kein Gerichtsverfahren.“

Niemand blieb stehen. Menschen hasteten durch das Labyrinth des Marktes. Doktora trat aus ihrer Hütte, ballte die Faust und stieß wilde Verwünschungen aus. Ein SW bewegte sich auf sie zu und warf ein feines Netz aus, das sie von Kopf bis Fuß umhüllte“.

  • Hazem Ilmi: „Die 33. Hochzeit der Donia Nour“, Blumenbar, 265 Seiten, 18 Euro.
 
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