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Gegenstand zeigt die „Hamletmaschine“

Premiere Gegenstand zeigt die „Hamletmaschine“

Das Marburger Theater Gegenstand feiert am Freitag um 20 Uhr in der Waggonhalle Premiere mit Heiner Müllers „Die Hamletmaschine“.

Mehr als 400 Jahre ist er alt: Hamlet, der Prinz von Dänemark.

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René Rösler und Frauke Oberländer sind Hamlet und Ophelia in Heiner Müllers „Hamletmaschine“.Foto: Theater Gegenstand

Marburg. Viele Metamorphosen hat er erlebt, seit Shakespeare ihn erdachte. Jede Epoche hat ihn neu entdeckt und interpretiert. Besonders radikal rückte Heiner Müller dem Dänenprinzen in seiner 1977 entstandenen und 1979 uraufgeführten Hamletmaschine zu Leibe.

Bei ihm wird Hamlet vom Zauderer zum Zerstörer, Ophelia vom Opfer zur Rächerin und Horatio kommt zu spät für seine Gage. Hamlet und Ophelia verweigern sich: ihrer Rolle, ihrem Geschlecht und selbst ihrem Drama. „Mein Drama findet nicht mehr statt. Hinter mir wird die Dekoration aufgebaut. Von Leuten, die mein Drama nicht interessiert, für Leute, die es nichts angeht. Mich interessiert es auch nicht mehr. Ich spiele nicht mehr mit“, sagt Hamlet. Für Müllers Hamlet ist das Drama nur in Zeiten des Aufstands denkbar. Und so ist der collagenartige Text durchsetzt von Zitaten über die politischen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts und die Situation der Intellektuellen.

Regie führt René Rösler, der gemeinsam mit Frauke Oberländer auf der Bühne steht. Weitere Aufführungen des modernen Klassikers sind am Samstag und Sonntag jeweils ab 20 Uhr.

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