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Geflügelte Himmelsboten in der Kunstoase

Helga-Katharina Berndt Geflügelte Himmelsboten in der Kunstoase

Geflügelte Himmelsboten – mal mit kraftvollen Farben akzentuiert, mal nur angedeutet – sind derzeit in der Galerie der Kunstoase am Richtsberg zu sehen.

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Die Künstlerin Helga-Katharina Berndt.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Im Rahmen des Kultur- und Kulturen-Projekts des Netzwerks Richtsberg präsentiert die Künstlerin Helga-Katharina Berndt ihre Ausstellung „Flügelwesen“. Gezeigt werden zahlreiche Werke in Acryl von Wesen, die ästhetisch und eindrucksvoll wie schwerelos in ­einem Raum schweben, lobte Elke Therre-Staal bei der Eröffnung am Mittwoch. Passend zum Thema der Ausstellung begleitete sie gemeinsam mit Jutta Beato die Vernissage mit sanften, luftig-leichten Geigen- und Flötentönen.

Seit 2007 stellt Künstlerin Helga-Katharina Berndt regelmäßig ihre Acrylbilder aus. Sie wurde 1943 in Marburg geboren, ist ihrer Geburtsstadt bis auf wenige Jahre immer treu geblieben. Bis 1992 war die zweifache Mutter als medizinisch-technische Angestellte tätig, wandte sich schließlich der Psychologie zu, arbeitete als Gestalttherapeutin und widmete sich verstärkt der Kunst. Sie besuchte Seminare am Institut für Graphik und Malerei der Philipps-Universität, der Volkshochschule, nahm mehrfach an der Sommerakademie Marburg und an Mal‑reisen mit Marburger Künstlern teil. Ihre künstlerische Ader entdeckte sie, inspiriert durch befreundete Maler, Ende der 80er Jahre. „Malen ist für mich wie Meditation“, erklärt die Künstlerin. Im Jahr 1994 eröffnete sie ihre erste Einzelausstellung. Zehn Jahre später fokussierte sie sich auf die Acrylmalerei. Seitdem präsentierte sie ihre Werke in rund 20 Ausstellungen sowie dauerhaft in ihrem Atelier in Ockershausen.

Das Fragmentarische spielt in ihrer Technik eine große Rolle. Jedes Bild entwickelt sich durch immer neue Acryl-Schichten. Das Akkurate des ersten Arbeitsprozesses wird durch Verwischen, Abreiben und Übermalen zerstört, öffnet dadurch den Weg für einen Neuanfang, erläutert Berndt. Das Klare stehe dabei neben dem Unklaren. Seit einigen Jahren wählt sie für ihre Werke symbolträchtige Engelsfiguren als vordergründiges Motiv. Die Flügelwesen sollen die geistige Entwicklung von Frauen symbolisieren und gleichzeitig in die Rolle von Führern durch innere Bewusstseinsräume treten. Ihre geflügelten Himmelsboten versteht die Künstlerin als Seelenbegleiter: „Es ist wichtig, das eigene geistige Bewusstsein stets weiter zu entwickeln – das macht das Leben interessant.“

  • Die Ausstellung in der Galerie Kunstoase, Friedrich-Ebert-Straße 4, ist dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 16 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt zur Künstlerin unter 0171 / 7 87 96 33.

von Ina Tannert

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