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Gefahr droht: ein Leben ohne Bienen

Neue Filme in Marburg Gefahr droht: ein Leben ohne Bienen

Eine Dokumentation über Bienen, eine Krachklamotte, ein Horrorfilm - das Angebot an neuen Filmen hält für jeden Geschmack etwas vor. Wir stellen die neuen Film vor.

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Imker bei der Arbeit: Das Bienensterben greift um sich, und es wird von Menschen verursacht, mit unabsehbaren Folgen für die Menschheit. Foto: Senator Film

Marburg. 150 Zuschauer sahen am Sonntag in der OP-Sektmatinee eine bewegende und informative Dokumentation „More Than Honey“ über Bienen und den Gefahren, denen sie durch den Menschen ausgesetzt sind. Bienen fallen nicht groß auf. Emsig fliegen sie von Blüte zu Blüte und wieder zurück zu ihrem Volk. Was sie in ihrem Stock produzieren, landet als Honig auf dem Frühstückstisch. Ein Wunderwerk der Natur - das jedoch in großer Gefahr schwebt, wie der Film „More Than Honey“ deutlich macht.

Der Schweizer Regisseur Markus Imhoof taucht darin ein in ihre Welt und macht sich auf die Suche nach den Gründen für das Bienensterben, das weltweit um sich greift. Seine Bilder sind so schön wie schockierend. Faszinierende Aufnahmen füllen die Leinwand, etwa von Bienen in der Blüte oder von goldtropfenden Honig-Waben. Die andere Seite sind Bienenhäuser voller toter Tiere oder eine gespenstische Smoglandschaft in China ohne Bienen, in der nun die Menschen die Obstblüten mit der Hand bestäuben müssen. Der Film rüttelt auf und macht deutlich, wie wertvoll das flüssige Honiggold ist und wie wichtig die Bienen als völlig uneigennützige Bestäuber nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für die ganze Weltwirtschaft sind.

Der Film läuft im Capitol.

„Das Schwergewicht“: Nachdem Regisseur Frank Coraci im vergangenen Jahr einen beachtlichen Kassenerfolg mit Comedy-Star Kevin James als „Der Zoowärter“ verbuchen konnte, schickt er seinen Star jetzt als „Das Schwergewicht“ ins Rennen um die Publikumsgunst. Diesmal spielt James einen Biologielehrer, der mit ungewöhnlichen Mitteln versucht, die kulturelle Bildung anzukurbeln: Als an seiner Schule der Musikunterricht dem Sparzwang geopfert werden soll, versucht er mit Auftritten als Martial-Arts-Kämpfer, Geld für die Kunsterziehung aufzutreiben. Das lässt nicht nur die attraktive Schulkrankenschwester Bella (Salma Hayek) staunen. „Das Schwergewicht“ nimmt sich des komplizierten Themas der Ausbildung junger Menschen in Zeiten der Geldnot mit einer leichten Geschichte an und punktet mit überraschenden Pointen.

Der Film läuft im Cineplex.

„Possession“: Das Böse lauert in der Kiste. Ein aus einer Holztruhe befreiter Dibbuk stürzt im US-Horrorfilm „Possession - Das Dunkle in Dir“ eine Familie ins Unglück. Der Exorzismus-Schocker des dänischen Regisseurs Ole Bornedal („Nachtwache“) kletterte in den amerikanischen Kinocharts gleich am Start-Wochenende auf Platz eins.

Dabei erzählt der Gruselfilm recht konventionell und vorhersehbar die schon in zahllosen Genrefilmen wie „Der Exorzist“ ausgeschlachtete Geschichte vom bösen Geist, der in ein junges Mädchen fährt. Opfer ist die zehnjährige Emily (Natasha Calis), die unter der Trennung ihrer Eltern Clyde (Jeffrey Dean Morgan) und Stephanie (Kyra Sedgwick) leidet. Weil der böse Geist ein jüdischer Dibbuk ist, sucht Clyde Hilfe bei Rabbinern. Ein junger Rabbi nimmt die Herausforderung an.

Der Film läuft im Cineplex.

„Oh Boy“: Gleich mit seinem Kino-Debüt hat Regisseur Jan Ole Gerster ein kleines Meisterwerk geschaffen. Sein Film „Oh Boy“ erzählt einen Tag im Leben des jungen Berliner Ex-Studenten Niko (Tom Schilling) nach, der sich vor allem nach einem sehnt: Kaffee. Als sein reicher Vater (Ulrich Noethen) allerdings merkt, dass sein Sohn schon vor zwei Jahren das Jura-Studium geschmissen hat, dreht er ihm den Geldhahn zu. In kleinen, komischen, absurden oder melancholischen Episoden zeigt Gerster seinen Blick auf das Lebensgefühl der Bundeshauptstadt - und vielleicht das einer ganzen Generation. Auf die Frage seines Vaters, was er denn in den vergangenen Jahren getrieben habe, antwortet Niko: „Nachgedacht - über mich, über dich, über alles.“

Der Film läuft in der Kammer.

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