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Ganz weit weg von süßen A-cappella-Klängen

Bauchklang im KFZ Ganz weit weg von süßen A-cappella-Klängen

A cappella - mit diesem Begriff verbinden Fans dieser Musikrichtung in der Regel eher lieblichen, fein aufeinander abgestimmten Gesang. Musik, wie sie die Comedian Harmonists einmal gemacht haben, oder die moderne Popvariante von „Naturally 7“.

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„Bauchklang“ begeisterte das Publikum mt harten A-cappella-Klängen.Foto: Uwe Badouin

Marburg. Wer am Samstag am KFZ vorbeikam und wummernde Bässe, kreischende Gitarren und Techno-Beats hörte, der wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass drinnen im Saal eine A-cappella-Gruppe namens Bauchklang auftritt. Die fünf Österreicher sind in Marburg keine Unbekannten mehr - spätestens seit ihrem Auftritt bei der Nacht der Stimmen des Jahres 2011. Damals polarisierten sie das Publikum: Ein Teil verließ irritiert die Freilichtbühne, die die blieben, waren begeistert: Bauchklang ist auch die erste A-cappella-Gruppe, die es beim KFZ-Festival geschafft hat, eine Anzeige wegen Ruhestörung zu bekommen. Nun, wer wummernde Bässe, drum‘n‘bass und Techno-Groove nicht mag, der kann als Nachbar die komplexen, oft geradezu hypnotischen Klanggebilde tatsächlich als Lärmbelästigung empfingen.

Die 140 Fans, die sich am Samstag auf den Weg ins KFZ gemacht hatten, wussten dagegen was sie erwartet: Harte Klänge, pulsierende, tanzbare Rhythmen, dub, gepaart mit Reggae, dazu Stroboskopblitze und ganz viel Bühnenrauch. Mit klassischem A cappella hat das wenig zu tun, eher mit beatboxing, mit Klängen und Geräuschen, die man normalerweise mit einem Synthesizer, einem Drum-Computer oder dem Scratching-Sound eines Discjockeys in Verbindung bringt - und das alles „mundgemacht“: Unglaublich. Vocal-groove nennen sie ihre Musik, die sich ganz weit entfernt hat von klassischem A-cappella-Gesang. Und während die Zuhörer in den Rhythmen abtauchen, mag sich der ein oder andere fragen, wo der Synthesizer oder der Drum-Computer versteckt ist .

Im Vorprogramm der fünf Österreicher begeisterte der Marburger Babeli die Fans mit ungewöhnlichen Klängen. Babeli hat kürzlich zum zweiten mal die deutsche Meisterschaft im Beatboxing gewonnen. Und die Jungs aus Österreich finden ihn so gut, dass sie ihn für einen gemeinsamen Song auf die Bühne holten.

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