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Der besondere Blick auf die Wirklichkeit

Galerie Schmalfuß zeigt Thomas Jessen Der besondere Blick auf die Wirklichkeit

„All das“ heißt die neue Ausstellung in der Galerie Schmalfuß. Gezeigt werden eindrucksvolle Akte, Porträts und Naturbilder von Thomas Jessen.

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Spannender Realismus: Thomas Jessen steht vor einem seiner Akt­bilder.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. „Ich freue mich riesig, dass diese Ausstellung zustande gekommen ist“, sagte Galerist Michael Schmalfuß bei der Vernissage. „Thomas Jessen ist einer der besten Landschafts- und Porträtmaler, die wir haben.“ Jessen hat an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert und war Meisterschüler von ­Alfonso Hüppi.

Seine Ölgemälde sprechen den Betrachter unmittelbar an. Sie sind realistisch gemalt, aber nicht fotorealistisch, und sie haben etwas Geheimnisvolles, das fasziniert, wie etwa das Akt­modell, das eine großflächige Tätowierung und einen Nasenring trägt, oder die nackte Frau, die entspannt auf dem Boden liegt und die man durch eine Art Jalousie betrachtet. Und da sind Pflanzen, die vor einem finsteren Himmel leuchten.

„Bin da rein gewachsen“

„Jessen malt nicht nur Bilder, sondern er erzählt Geschichten“, erklärte Schmalfuß. Der wunderschöne Apfelbaum, der schon fast altmeisterlich gemalt ist, steht vor der Küchenterrasse seines Hauses. Der Künstler malt also all das, was er in seinem Alltag direkt vor Augen hat. Darüber hinaus hat Jessen Kunstwerke für Kirchen geschaffen.

In der Kapelle bei der Dammühle in Wehrshausen hängt ein großes Gemälde des Künstlers. In der Kunstkirche Christkönig in Bochum hat Jessen einen ganzen Wandfries gestaltet. „Ich bin aus biografischen Gründen da rein gewachsen“, erzählte der Maler, der auch Kirchenrenovierungen macht.

Er lebt mit Frau und Kindern in Eslohe im Sauerland, wo er einen kleinen Bahnhof gekauft hat. Oft schon hat er seine Kinder porträtiert oder ihre Porträts in Gemälde eingearbeitet. Man kann sich auch von Jessen malen lassen, es gibt aber eine kleine Warteliste.

  • Die Schau in der Galerie Schmalfuß dauert noch bis zum 11. März und ist Donnerstag und Freitag von 10.30 bis 13 Uhr und Samstag von 15 bis 18.30 Uhr geöffnet (Steinweg 33).

von Bettina Preussner

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