Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Galaktisches Kampfspektakel begeistert

OP-Filmtest:„Rogue One: A Star Wars Story“ Galaktisches Kampfspektakel begeistert

Mehr als 450 Fans der Star Wars Saga schlugen sich bei der OP-Vorpremiere von „Rogue One“ die Nacht um die Ohren. 
Der Film schrammte nur knapp an der Wertung „oscarreif“ vorbei.

Voriger Artikel
Freunde musizieren für guten Zweck
Nächster Artikel
Vaiana

Einige Star Wars-Fans verkleideten sich für die OP-Vorpremiere im Cineplex.

Quelle: Peter Gassner

Marburg. Neues aus einer fernen Galaxie: Nach dem phänomenalen Erfolg von „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ mit über neun Millionen Zuschauern im letzten Jahr allein in Deutschland legt Disney nun nach. Da der nächste Teil der regulären Saga erst für 2017 angekündigt ist, bringt das erfolgsverwöhnte Filmstudio mit ­„Rogue One: A Star Wars Story“ nun eine in sich abgeschlossene Geschichte in die Kinos.

Der Film ist mehr als nur Lückenfüller für darbende Fans, obwohl die Gratwanderung zwischen etablierter Saga und neuer Story nicht immer aufgeht. Sehenswert ist das neue Weltraummärchen in der Regie des britischen „Godzilla“-Regisseurs Edward Gareth trotz einiger Schwächen allemal.

Junge Rebellin Jyn Erso steht im Mittelpunkt

Das Spin-off „Rogue One: A Star Wars Story“ bemüht sich sichtlich um Abgrenzung zur Original-Saga. Die pathetische Titelmusik von John Williams fehlt ebenso wie der markante, längst liebenswert altmodische „Star Wars“-Vorspann mit dem sich entfernenden Schriftzug. Ansonsten spielt der Film in der bekannten „Star Wars“-Galaxie, und in der haben die Frauen sichtlich Aufwind. Im Mittelpunkt steht die junge Rebellin Jyn Erso (Felicity Jones), deren Vater, der Wissenschaftler Galen Erso (Mads Mikkelsen), als Geisel des Imperiums maßgeblich an der Entwicklung des Todessterns beteiligt ist. Schon als Kind wurde Jyn von ihren Eltern getrennt und vom Rebellen Saw Gerrera (eindrucksvoll: Forest Whitaker) vor den Häschern des Imperiums gerettet.

Die junge Jyn erweist sich als heißblütige Kämpferin und patente Powerfrau, die nicht lange fackelt. Ihr zur Seite steht der besonnene Captain Cassian Andor (Diego Luna), ein hübscher Junge. Aber für Frotzeleien, Liebesgeflüster und schmachtende Blicke haben die beiden Hauptdarsteller über zwei Stunden lang keine Zeit. Zusammen mit dem blinden Krieger Chirrut Imwe (Donnie Yen), der immer wieder die Macht beschwört, und dessen Kumpel Baze Malbus (Wen Jiang) ziehen sie mit einer kleinen Rebellentruppe in den Kampf gegen das übermächtige Imperium. „Lasst zehn von uns wie hundert wirken“, so ihr Schlachtruf. Das klingt steif und hölzern, so wie etliche Zeilen des Drehbuchs. Aber ein Sternenkrieg ist ja auch kein geschliffenes Konversationsstück.

Verlass auf die Bösen

Es geht schließlich um den ewigen Kampf Gut gegen Böse, und die Jagdbomber der Rebellen machen auch diesmal wieder einen guten Job – inklusive der klassischen Close-ups auf die Piloten. Auf Kämpfe mit Laserschwertern wartet man diesmal bis auf eine Ausnahme vergeblich. Immerhin scheppert für die komischen Einschübe wieder ein Droide durch die Szenerie. Der lange Blechbursche nennt sich K-2SO und ist ein fahnenflüchtiger Imperiums-Droide, der mit trockenem Humor für einige Lacher sorgt. Insgesamt kommt der Film aber ohne Anflüge von Ironie über die Runden.

Auf die Bösen ist diesmal wieder Verlass: Ben Mendelsohn spielt herrlich maliziös den imperialen Oberbefehlshaber Krennic, der teuflischen Spaß an Wunderwaffen und Explosionen hat, aber unter der Knute von Oberschurke Darth Vader steht. Der lässt sich im Spin-off mehrmals blicken, in der Originalfassung wieder, wie schon in der Ursprungssaga, mit der grandios sonoren Stimme des mittlerweile 85-jährigen James Earl Jones. Einige Kontinuitäten gibt es in der Sternen-Welt dann doch.

Als Fazit kann man festhalten: Das Spin-off bietet eine runde Geschichte, schwache Dialoge, starke Schauspieler, eine Überraschung am Ende und die genretypischen Schlachten. Visuell makellos und in 3D-Optik. Die Fans in Marburg zeigten sich begeistert. Einige von ihnen waren in Star Wars T-Shirts oder sogar als „Chewbacca“ und Storm Trooper verkleidet. An seiner imperialen Kampfuniform werkelte Star Wars-Fan Pascal ein ganzes Jahr, wie er der OP verriet. „Aber das hat sich gelohnt. Der Film war ganz bestimmt keine Enttäuschung“.

von Johannes von der Gathen

Rogue One erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,42 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Der Film war sehr gut. Tollstes Star Wars-Kino mit cineastischer Meisterleistung.“
Marco Kremp aus Weimar

„Weltklasse Action und packende Story. Mads Mikkelsen hat überrascht.“
Martin Dittmar (29) aus Kirchhain

„Lustig, fesselnd, spannend, Action! Immer wieder.“
Lena Hartmann (29) aus Kirchhain

„Endlich wieder Star Wars – sogar mit Lichtschwert!.“
Marian Vogt (27) aus Marburg

„Einfach genial. Für Fans ein Must See!“
Gregor Adam (27) aus Cölbe

„Einfach nur geil! Muss man sehen!“
Frank Lehr (47) aus Marburg

„Sie haben sich endlich mehr getraut als im siebten Film! Endlich...“
Lotfi Ben Meftah aus Marburg

„Danke an Gareth Edwards! Visionell und storymäßig ein Wunderwerk.“
Tom Lorenz (22) aus Schwalmstadt

„Die zweite Hälfte des Films ist besser als die Erste. Der Schluss geht nahtlos in Episode 4 über – das ist gut.“
Carmen Stähler (24) aus Marburg

„Wer Fan der Star-Wars-Saga ist, sollte sich diesen Teil nicht entgehen lassen!“
Johannes Glänzer (27) aus Marburg

„Schöne Bilder, guter Cast, interessante Story und eine schöne Ergänzung zu den richtigen Teilen.“
Simon Gurads aus Marburg

„Möge die Macht mit dir sein! Die Macht ist mit mir!“
Dennis Kock (23) aus Weimar

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Ole Schmidt, Eva Löffler, André Weghorst, Matthias Reinhardt und Lena Pracht. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Sully (3,71)
5. Rogue One (3,42)

 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr