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Für das Theater gibt es sogar schulfrei

Kuss-Jury Für das Theater gibt es sogar schulfrei

Eine Woche lang steht vom 10. bis 16. März das Hessischen Landestheater ganz im Zeichen des Kinder- und Jugendtheaters. Das Festival „KUSS“ präsentiert 19 internationale Produktionen.

Marburg. Wenn am Sonntag, 10. März, das Festival mit der Tanztheaterproduktion „M2“ von der belgischen Compagnie EA EO im Theater am Schwanhof eröffnet wird, beginnt für die Jury der Stress. 19 Produktionen stehen auf dem Spielplan. Bis auf die Abschluss-Show mit der Pariser Compagnie Arcosm am Samstag, 16. März, um 18 Uhr sind alle Theaterproduktionen des Festivals im Rennen um den begehrten Festivalpreis, der zum 16. Mal vom Freundeskreis des Landestheaters gestiftet wird und mit 2000 Euro dotiert ist.

Acht Kinder, Jugendliche und Erwachsene gehören der Jury an: Marit Winterstein, 9 Jahre jung, ist schon ein alter „Jury-Hase“: Zum 5. mal wählt sie die Festivalsieger mit aus. „Es macht Spaß“, sagt die Grundschülerin, die sich zehn Produktionen ansehen wird, die für ihr Alter geeignet sind.

Ihr zur Seite stehen die Schülerinnen Clara Driehsen (12), Paula Bachmann (13), Pauline Bischofsberger 14) sowie die Erwachsenen Bärbel Rutz und Brigitte Hauswald vom Freundeskreis. Vom Fach und als einziger Mann in der Jury mit einem gewissen Veto-Recht ausgestattet ist der Schauspieler Florian Federl, der früher am Landestheater gespielt hat.

Das Kinder- und Jugendtheaterfestival wird keine leichte Aufgabe, schließlich muss die Jury unterschiedliche Theatergattungen beurteilen. Zudem ist die Altersspanne sehr groß:Es gibt Stücke für Klienkinder wie den „Elephant Walk“ (ab 1 Jahr), Für Grundschüler wie „Fluchtweg“ (ab 9) und für junge Erwachsene wie „Clockwork Orange“ (ab 15). Es gibt Tanztheater wie „M2“, performative Inszenirungen wie „Blaues Blut“, klassische Jugendtheaterthemen wie „Anne Frank“ und interaktive Produktionen wie „Hello Goodbye“ über das world wide web, in dem die Zuschauer aktiv eingreifen können.

Die Kinder- und Jugendtheaterwoche ist nach Auskunft von Festivalchef Jürgen Sachs bereist nahezu ausverkauft. Aufgrund der großen Nachfrage wurde etwa eine zweite Vorstellung des italienischen TeatroDistinto mit „Kish Kush“ für Kindergärten angeboten. Karten gibt es im Grunde nur noch für die drei letzten Vorstellungen in der Festivalwoche: für die Groteske „Gegen den Fortschritt“ (ab 15) am Freitag, 15. März, um 19.30 Uhr, das klassische Familienstück „Ein Bär will‘s wissen“ (ab 4) am Samstag, 16. März, um 16 Uhr und das Abschlussstück „Traverse“ (ab 8) mit der Pariser Compagnie Arcosm am Samstag, 16. März, ab 18 Uhr.

Festivalleiter Sachs erwartet rund 2300 Besucher.

Karten gibt es unter der Rufnummer 06421/25608 und im Internet unter www.theater-marburg.de. Erwachsene zahlen 8 Euro, Kinder und Jugendliche 6 Euro.

von Uwe Badouin

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