Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Fünf Wissenschaftler ziehen in die Schlacht

Science Slam Fünf Wissenschaftler ziehen in die Schlacht

Sie haben Monate oder Jahre mit ihrer Forschung zu ihrer Diplom- oder Doktorarbeit verbracht. Und dieses Wissen muss in nur zehn Minuten dem Publikum auf unterhaltsame, aber informative Weise nahe gebracht werden.

Das ist Science Slam.

Voriger Artikel
Tatsachen, Luftpumpen und Schwerter
Nächster Artikel
Rotkäppchen beißt zu

Die Meisterin des Science Slam und stellvertretende Intendantin Dr. Christine Tretow mit Dr. Kai Plociennik.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Wo sonst sieht man wie ein Philosoph (Martin Böhnert), zwei Informatiker (Dr. Oleg Lobachev und Dr. Kai Plociennik), ein Physiker (Richard Krämer), ein Psychologe (Dr. Martin Meyer) und ein Mathematiker in den Kampf ziehen? Im Publikum sitzen viele Studenten, solche, die mal Studenten waren, solche, die das mal sein wollen und ein paar wenige andere. Die Jury ist auch schnell gefunden: Lehramtsstudentin Inga, Schülerin Alena von der Martin-Luther-Schule, Jura-Studentin Lydia, Medizin-Student Johannes und Referendarin Frauke aus Bonn melden sich freiwillig. Sie dürfen nach jedem Vortrag auf der Skala von 1 bis 10 die Wissenschaftler bewerten. Das Publikum um sie herum darf beraten.

Nach der Pause erfolgt eine Änderung im Abstimmungssystem: Die Wertungen müssen gleichzeitig erfolgen. Zuvor hatte man nach dem Vortrag vom theoretischen Informatiker Dr. Oleg Lobachev den Eindruck, dass sich die Jurymitglieder von der Wertung der anderen beeinflussen ließen. Es wirkt. Beim nächsten Vortrag vom Physik-Bachelor Richard Krämer scheiden sich die Geister: Es gibt zwei Mal 9 Punkte und drei Mal 6 Punkte. Mit gleich zwei Informatikern in der Runde könnte man denken, es wäre ein eher eintöniger Abend gewesen. Aber dem ist nicht so.

Der Informatik-Vortrag von Dr. Kai Plociennik ist recht mathematisch. Wäre es nicht schön, wenn ein Computerprogramm einem die Sitzordnung beim nächsten Kaffee mit der Familie berechnen könnte? Und zwar so, dass sich niemand gegenseitig an die Gurgel geht? Theoretisch schon, aber im Endeffekt ist es leider zu kompliziert, denn dem Programm bliebe nichts anderes übrig als uns: Man muss alle Möglichkeiten ausprobieren. Somit bleibt der Party-Planer 2.0 leider ein Wunschdenken. Trotzdem wird Plociennik mit überragendem Vorsprung zum Sieger des Abends gewählt.

von Mareike Bader

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr