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Früherer Pharmazie-Dekan wendet sich der Malerei zu

Professor Josef Krieglstein Früherer Pharmazie-Dekan wendet sich der Malerei zu

Seit Professor Dr. Dr. Josef Krieglstein, der langjährige Dekan des Fachbereichs Pharmazie der Philipps-Universität, 2010 in Ruhestand ging, malt er wie besessen. Am Freitag wurde im Rotkehlchen seine Ausstellung „Panta rhei - alles fließt“ mit 28 Bildern eröffnet. Bis 9. Juni ist seine Kunst dort zu sehen.

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Professor Josef Krieglstein zeigt seine abstrakte Malerei im
Rotkehlchen.Foto: Freya Altmüller

Marburg. Schon in seiner Jugend hat Josef Krieglstein gemalt. Als er sich jedoch für einen Beruf entscheiden musste, sagte er sich: „Mach was Anständiges, Junge.“ Er studierte Pharmazie und Medizin. Nach dem Ende seiner universitären Laufbahn in Mainz, Marburg und Münster widmet er sich nun im Alter von 75 Jahren wieder der Kunst. Um die 800 Bilder hat er in den vergangenen drei Jahren gemalt. Seine Vorbilder sind Pablo Picasso und Gerhard Richter. Picasso wegen seines unverkennbaren Stils und Richter, weil er über seine Kunst präzise wie ein Naturwissenschaftler diskutiere. Krieglstein erzählt, er habe durch seine eigene Arbeit etwas über abstrakte Kunst gelernt. „Es geht um die Komposition der Farben und die Möglichkeit, mit der Malerei etwas auszu­drücken.“ Richter habe einmal gesagt: „Wenn ich mit Worten etwas darstellen kann, dann brauche ich das nicht zu malen“.

Krieglstein malt mit Acrylfarben, benutzt neben Pinseln verschieden breite Spachteln und lässt Farbtupfer vor flächigem Hintergrund die Leinwand hinunter fließen. So kam ihm auch die Idee für den Titel der Ausstellung. Das griechische Zitat bedeutet für ihn: „Das Seiende ist ständig in Bewegung, bleibt nicht konstant“. Auch seine Kunst habe sich in den letzten drei Jahren sehr verändert. Seine Bilder sind farbenfroh, auf wenigen sind gegenständliche Elemente zu erkennen, wie ein Boot oder „schwarze Hüte“, zwei Farbtupfer auf roter Leinwand.

Die Ausstellung im „Rotkehlchen“ ist schon seine achte. „Die Rückmeldung ist, leider, muss ich sagen, überwiegend positiv.“ Über Kritik freut er sich. Es gebe zwar keine Kriterien für die Qualität von Kunst, dennoch hat er für sich zwei Maßstäbe ausgemacht: „Man muss auf Dauer gefallen an einem Bild finden oder immer etwas Neues darin sehen können“.

von Freya Altmüller

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