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Freunde musizieren für guten Zweck

Benefizkonzert für „Best Buddies“ Freunde musizieren für guten Zweck

Freunde sind wichtig, 
das bewies erneut das 
Benefizkonzert zu Gunsten der Organisation „Best Buddies“, bei dem 2189,25 Euro zusammenkamen.

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Mathias Johanson (Cello) und Andreas Hering (Flügel) begeisterten gemeinsam mit dem Geiger Thomas Reif das Publikum in der Aula der Waldorfschule.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. „Die einzelnen Freundschaften sind das Wesentliche“, sagt Tim Thielicke über „Best Buddies“, eine internationale Organisation, die sich für die Inklusion von geistig behinderten Menschen einsetzt, etwa durch die Förderung von Freundschaften zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. 30 Mitglieder gehören in Marburg zu den „Best Buddies“, weltweit werden fast 700.000 Menschen erreicht. Marburg ist der Gründungsort von „Best Buddies“ in Deutschland.

Eine dicke Freundschaft besteht auch zwischen Tim Thielicke und dem ebenfalls aus Marburg stammenden Andreas 
Hering. Gemeinsam wollen die ehemaligen Klassenkameraden das Benefizkonzert in Marburg für „Best Buddies“ etablieren. „Er hat uns versprochen, dass er einmal im Jahr gute Musiker 
 für uns hier her bekommt“, freut sich Thielicke.

Auch dieses Jahr hatte Andreas Hering hervorragende Musiker nach Marburg geholt. „Ich finde das eine unglaublich sinnvolle und gute Idee“, sagt Hering. Und damit konnte der Pianist fantastische Musiker begeistern: den Geiger Thomas Reif und den Cellisten Mathias Johanson, der zusammen mit dem Beolina Ensemble dieses Jahr einen Klassik-Echo gewonnen hat. Gemeinsam präsentieren Hering und Johanson die Sonate in A-Dur von César Franck, die sie schon mehrfach gemeinsam aufgeführt 
haben und die von den beiden so gefühlvoll und stellenweise expressiv interpretiert wurde, 
dass es von den gut 150 Zuhörern Zwischenapplaus gab.

Musiker beweisen hohes Niveau

Die Musiker, die für den guten Zweck auf ihre Gage verzichteten, nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu musizieren. Thomas Reif, der dritte Musiker des Abends, stand in Marburg zum ersten Mal mit Hering und Johanson auf der Bühne. „Sonst würden wir uns vielleicht treffen, um zu proben. Hier ist es gleich eine verschärfte Probe“, erklärte Hering.

Doch es herrschte eine ausgesprochen angenehme Atmosphäre in der Aula der Waldorfschule. Das bunt gemischt Publikum genoss das Programm auf hohem Niveau, das mit der „Obertass“-Mazurka von Henryk Wieniawski fulminant begann. Tänzerisch und energisch überzeugte Reif bei diesem hochromantischen Werk mit einem grandiosen Geigenspiel, das dabei sehr leicht und volkstümlich klang.

Das hohe Niveau der drei 
Musiker zeigte sich auch beim Klaviertrio in d-Moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das 
gehört zwar zum Standard-
Repertoire der Musiker, wie sie im Gespräch erklärten, dennoch war es erstaunlich, wie gut sie sich aufeinander einstellten.

Im Scherzo, das als zweite 
 Zugabe wiederholt wurde, dominierte das tänzerische Spiel der Geige von Thomas Reif und des Cellos von Mathias 
Johanson. Dazu trat Andreas 
Hering am Flügel. Wunderschön gefühlvoll und leidenschaftlich brachten alle drei den 
tollen Klang ihrer Instrumente hier zur Geltung.

Das Publikum bedankte sich mit langem kräftigem Applaus und viel Jubel für ein fantastisches Konzert in lockerer Atmosphäre. Als Zugabe gab es dann einen Tango von Astor Piazolla, der nochmals ausgiebig gefeiert wurde.

von Mareike Bader

 
 
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