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Flucht aus dem Dorf „In die neue Welt“

Willi Schmidt liest in Waggonhalle Flucht aus dem Dorf „In die neue Welt“

Waggonhallen-Besucher kennen Willi Schmidt - einen der Gründerväter des Theaters GegenStand und des Kulturzentrums Waggonhalle. Schmidt ist in erster Linie aber Autor und Schauspieler. In seinen Stücken wie „Das Wirtshaus an der Lahn“ Teil I und II „Offm Eschbann“ oder „In die neue Welt“ I bis IIIsetzt er sich immer wieder mit lokalhistorischen Stoffen auseinander.

Marburg. Jetzt hat der Wittelsberger einen historischen Roman aus Oberhessen veröffentlicht: „In die neue Welt“ heißt das Buch, das er am Donnerstag, 18. Dezember, morgen Abend ab 20 Uhr auf der Bühne 2 der Waggonhalle vorstellt.

Der Roman spielt in einem ganz normalen oberhessischen Dorf vor 100 Jahren. Das Sagen hatten damals die Bauern, die ungeschriebenen Regeln waren streng.

Im Zentrum des Romans stehen die befreundeten Knechte Gotthard und Heinrich, sowie die Bauerntochter Luise. Gotthard verliebt sich in Luise. Damals undenkbar.

Luises Vater hat nämlich andere Pläne mit seiner Tochter: Sie soll die verstorbene Schwester ersetzen, die zuvor „zwangsverheiratet“ wurde, und ihren Schwager ehelichen. Doch Luise will sich nicht fügen. Und auch Gotthard und Heinrich träumen von einem anderen leben, träumen von Amerika, wo alle frei leben können sollen. Luise flieht und landet mit Heinrich und Gotthard im Hamburger Hafenmilieu. Amerika bleibt ein ferner Traum. Das Buch endet mit dem 1. Weltkrieg.

Willi Schmidt: „In die neue Welt“, Taschenbuch Grundblick-Verlag, 250 Seiten, 15,80 Seiten.

von Uwe Badouin

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