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Flinke Finger und ein halber Mond

Sommervarieté Flinke Finger und ein halber Mond

Alle Jahre wieder wird in der Waggonhalle im Sommer ein ZAC-Varieté aus dem Hut gezaubert: Zauberei, Artistik und Comedy. Die OP war bei der Vorpremiere.

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Die Collage zeigt die Finger von Günter Fortmeier, die als Lisbeth und Herbert daherkommen, im Bild links oben ist Moderator Marcus Jeroch und rechts Artistin Shosha Lilienthal zu sehen.Fotos: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Serpentinentanz und Händetainment. Schon mal gehört? Ersteres ist ein Tanz, bei dem schleierartige Ärmel als artistisches Gerät dienen, und was die Hände angeht - die Zuschauer des Sommervarietés dürfen sich überraschen lassen, wie die sich in Eltern von Kevin und „Schakkeline“ im Sommerurlaub oder in eine Ente in einer artgerechten Halfpipe verwandeln.

Für den Tanz ist Shosha Lilienthal aus Berlin zuständig. Neben dem Auftritt auf dem festen Bühnenboden der Waggonhalle zeigt Shosha auch noch Luftakrobatik am Trapez und erweckt dort eine indische Statue zum Leben.

Fürs Händetainment ist Günter Fortmeier zuständig - den man sich schon lange für ein ZAC-Programm in Marburg gewünscht hat. Im ersten Teil lässt er seine Hände sprechen, gleich im doppelten Sinne und unter anderem im Ruhrpott-Slang als Lisbeth und Herbert auf Kreuzfahrt mit Hund und Kindern - und nein, Sand kommt nicht wieder auf der anderen Seite raus, wenn man ihn seinem Bruder ins Ohr packt.

Später gibt es dann ein Schattentheater als kleine Expedition ins Tierreich zu sehen und für den Gorilla hält Günter Fortmeier dann nicht nur die Hände, sondern quasi auch den eigenen Kopf hin.

Vera Hummel erklimmt für ihre Darbietung zunächst den Mond - ein artistisches Gerät in der Form eines Halbrunds. Außerdem präsentiert die Artistin auch eine Choreographie im Rhönrad, für die ein extra Laufsteg durch den Zuschauerraum der Waggonhalle gebaut wurde. Zum Rad aus der Rhön informiert der Moderator des Abends Marcus Jeroch ebenso wie über „Wowo“, die Gegenbewegung zum Dadaismus oder die Tatsache, dass entgegen der Ansicht, man werde im Alter klüger, das Altern das Dümmerwerden nicht ausschließt. Als ausgebildeter Artist hat Jeroch neben seiner „Travestie des Worts“ auch Jonglage-Einlagen im Gepäck.

Fester Bestandteil jedes ZAC-Varietés sind inzwischen die Marburger „Jazzrobots“. Und natürlich auch nicht fehlen darf Horst Lohr alias Juno. Der Zauberkünstler verrät allen, die eine Party auf dem Tiefpunkt wieder aufmischen wollen, wie das „Wo ist das Tuch-Quiz“ funktioniert. Und dank des Laufstegs gibt es unter den Zuschauern die „Seite der Ahnungslosen“.

Nach einer Vorpremiere der Volksbank Mittelhessen am Donnerstag fand gestern die Premiere statt. Ab heute Abend gibt es noch ein Dutzend weitere Vorstellungen, die letzte findet am 21. September statt.

Günter Fortmeier ist mit „Fingerfood fürs Zwerchfell“ ebenso wie Marcus Jeroch und sein „Literarité“ auch an jeweils einem Abend solo zu sehen und Juno und die Jazzrobots“ gestalten unter dem Motto „Jazz(t) wird gezaubert“ ebenfalls ein eigenes Programm. Außerdem gastiert Gedankenleser Lars Ruth im Varietésommer in der Waggonhalle und es gibt „LaLeLu-A-cappella-Comedy“ zu hören.

Alle Termine und Informationen gibt es im Internet unter www.waggonhalle.de.

von Nadja Schwarzwäller

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