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Spanische Leidenschaft lodert

Flamenco-Gruppe „Cheito“ Spanische Leidenschaft lodert

Leidenschaftlich, voller Energie und hochprofessionell beeindruckten die drei Musiker Antonio Andrade, José Luis Garcia Bravo, genannt „Cheito“, und Úrsula Moreno mit ­ihrem Flamenco.

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Flamenco-Tänzerin Úrsula Moreno wirbelte über die Bühne.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Es war faszinierend, wie scheinbar leicht und schnell die Finger von Andrade an der Gitarre über die Saiten glitten, „Cheito“ dazu sich in seinem Gesang verlor und Moreno­ im Tanz über die Bühne wirbelte.­ Kein Wunder, dass die drei ­Musiker zu den Weltstars des Flamencos zählen. Das ­Publikum an der Waldbühne hatten sie im Sturm erobert.

Flamenco sei weltweit zu verstehen, erklärte „Cheito“. Allein durch die Leidenschaft übertrug sich das Gefühl sofort auf das Publikum. Die traditionelle spanische Musik habe seine eigene Form und eigenen Rhythmus, aber viele Einflüsse aus unterschiedlichen Kulturen, erklärte Lutz Götzfried vom Verein Mobilo zu Beginn.

„Die Welt ist nicht nur klein, sondern auch familiär“, sagte Götzfried. Durch die familiäre Atmosphäre im Turmcafé wurde auch dieses tolle Konzert möglich. Denn als Victoria Genua noch in Marburg lebte, wünschte sie sich bei einem der bunten Abende in der Vorweihnachtszeit, Flamenco im Turmcafé zu tanzen. Dieser Wunsch wurde ihr erfüllt, doch der Kontakt verlor sich. Bis sich herausstellte, dass Genua nach Spanien gezogen war und Managerin von ­Antonio Andrade wurde.

„Olé“-Rufe bringen viele Zugaben

So spielt Andrade schon seit Jahren immer wieder im Turmcafé. Als das Trio für ein Konzert in Frankfurt gebucht wurde, rief es Lutz Götzfried an und verabredete einen Freiluft-Auftritt.

Ganz am hinteren Rand der Bühne saßen Gitarrist Antonio Andrade sowie Sänger und Percussionist „Cheito“ und ließen damit viel Platz für die Tänzerin Úrsula Moreno. Wie ein Wirbelwind tanzte sie in verschiedenen Kostümen. Besonders tückisch war das Schleppenkleid, das sie zur Allegria, laut Andrade dem „weiblichsten Tanz überhaupt“ trug. Gekonnt warf sie die Schleppe mit einem Bein oder nahm den Stoff kurzerhand hoch.

Das Publikum war begeistert und feuerte mit „Olé“-Rufen die Musiker, die offensichtlich nicht aufhören konnten und wollten. Immer wieder spielten sie noch ein Stück und zeigten dabei ein großartiges Gespür für die ­Musik und füreinander.

Die gut 100 Besucher feierten­ die Musiker mit langem Applaus und stehenden Ovationen für ein mitreißendes Konzert voller Leidenschaft an einem kühlen Sommerabend.

von Mareike Bader

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