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"Finn" und "For No Eyes Only" machen das Rennen

Marburger Kinder- und Jugendfilmfestival "Finn" und "For No Eyes Only" machen das Rennen

Zum Abschluss des 9. Marburger Kinder- und Jugendfilmfestivals Final Cut wurde am Sonntag der Film „Finn“ zum besten Kinderfilm gekürt. „For no eyes only“ erhielt die Auszeichnung als bester Jugendfilm.

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Strahlende Gesichter: Junge Kinofans wählten zum Abschluss des Marburger Kinder- und Jugendfilmfestivals die beiden besten Filme aus. „For no eyes only“ (links) gewann die Jugendwertung, „Finn“ die Kinderwertung.

Quelle: Preussner

Marburg. Nach sieben Festivaltagen wurden am Sonntag im Cineplex die beiden Filmpreise feierlich übergeben. Aus insgesamt zehn nominierten Filmen wurden „Finn“ als bester Kinderfilm und „For no eyes only“ als bester Jugendfilm ausgewählt. In der Jury saßen ausschließlich junge Kinofans, die unbeeinflusst von Erwachsenen ihre Wahl trafen. Neun Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren bestimmten den besten Kinderfilm, sieben Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahre den besten Jugendfilm.

Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach eröffnet die Preisverleihung. Sie betonte, dass es eine spannende Woche gewesen sei. Zum Teil seien Filme – wie die beiden Preisträger – bereits lange vor dem bundesweiten Start gezeigt worden, und es habe sich die einmalige Gelegenheit geboten, mit drei Regisseuren zu sprechen, die zu dem Festival angereist waren.

For no eyes only

Mit viel Engagement hat die Kinder-Jury die Filme ausgewählt und ihre Begründung am Sonntag öffentlich präsentiert. „Finn“ habe ihnen am besten gefallen, weil viele unterschiedliche Themen angesprochen werden, die Kinder interessieren, erklärte die Jury. „Der Film glänzt durch seine Mischung aus traurigen und fröhlichen Momenten, die den Zuschauer zum Mitfühlen anregen“, hieß es weiter. „Finn“ erzählt die märchenhafte Geschichte eines Jungen, der gegen den Willen seines Vaters das Geigenspielen erlernt. Die holländisch-belgische Produktion von Frans Weisz kommt am 4. Dezember in die deutschen Kinos. Eine lobende Erwähnung sprach die junge Jury für den Film „Quatsch und die Nasenbärbande“ aus, der für die allerjüngsten Zuschauer geeignet ist.

Gewinner in der Kategorie bester Jugendfilm ist „For no eyes only“. Die Jugend-Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass der Film ein aktuelles Thema aufgreife und ganz nah an der Lebenswelt der Jugendlichen sei. „Die Geschichte ist extrem fesselnd und treibt die Spannung auf die Spitze“, erklärte die Jury weiter. Außerdem sei die schauspielerische Leistung der Darsteller überwältigend gut.

Finn

„For no eyes only“ erzählt die Geschichte eines jungen Hackers, der heimlich seine Mitschüler bespitzelt und dabei in eine Kriminalgeschichte hineingezogen wird. Der Thriller des deutschen Regisseurs Tali Barde ist ab dem 27. November bundesweit in den Kinos zu sehen. Das Besondere an diesem Film: „For no eyes only“ ist eine Schülerproduktion – und sie ist so professionell, dass sie den Sprung in die Kinoauswertung geschafft hat.

Das Kinder- und Jugendfilmfestival Final Cut ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Fachdienst Kultur und Jugendförderung Marburg und dem Kino Cineplex. Für die Sieger gibt es kein Preisgeld, sondern „Ruhm und Ehre“, wie Organisatorin Birgit Peulings vom Cineplex betont.

Die Regisseure der Siegerfilme – Tali Barde („For No Eyes Only“) und Frans Weisz („Finn“) – freuten sich dennoch riesig. „Wie fantastisch. Was für herrliche Neuigkeiten“, sagte Frans Weisz, den die Organisatoren in London erreichten.

von Bettina Preussner


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