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Filmtrubel auf dem Marktplatz

„Conni & Co 2“ Filmtrubel auf dem Marktplatz

Bei strahlendem Sonnenschein setzten Til Schweiger und sein Team am Dienstag die Dreharbeiten auf dem Markplatz fort. Der war weiträumig abgesperrt. Die Zuschauer merken schnell: Drehen heißt warten.

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Iris Berben hockt bei den Dreharbeiten zu „Conny & Co 2“ auf dem Marburger Marktplatz auf einem Motorrad. Emma (rechts) und Til Schweiger (hinten Mitte) schauen zu.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Leute beim Film brauchen in erster Linie Geduld. Mal springt das alte Motorrad nicht an, auf dem Iris Berben mit Emma Schweiger im Beiwagen und Oskar Keymer auf dem Sattel auf den Markplatz fahren soll. Mal geht es zu früh aus. Immer wieder wird diese eine Szene gedreht.

Vor den Absperrungen warten unterdessen Passanten und Neugierige, die einen Blick auf den deutschen Superstar Til Schweiger erhaschen wollen.

Es ist der zweite Drehtag in Marburg. Die Filmemacher sind begeistert von der Kulisse. „Das ist perfekt, schön idyllisch, ein bisschen wie bei einer Märklin-Eisenbahn“, freut sich Produzent Sigi Kamml. Er steuert gemeinsam mit Co-Produzent und Regisseur Schweiger den Fünf-Millionen-Euro-Etat – viel Geld für einen deutschen Familienfilm.

Rund 50 Mitarbeiter gehören zum Filmteam von Til Schweiger, das seit Montag in Marburg „Conni & Co 2 – Rettet die Kanincheninsel“ mit seiner Tochter Emma in der Hauptrolle dreht. Ein Teil davon ist dafür zuständig, die vielen Neugierigen und Passanten zu bändigen, die an den Absperrungen ausharren. Freundlich, aber nachdrücklich schicken sie jeden weg, der dem Drehort zu nah kommt. Und Handy-Fotos sind unerwünscht. Auch das machen sie immer wieder mit Nachdruck deutlich.

„Interessiert, aber diszipliniert“ seien die Marburger, sagt Produzent Sigi Kamml. Von Drehorten in Großstädten wie Berlin sei er auch andere Reaktionen gewohnt. Wie der Rest des Teams ist der Salzburger 
begeistert von der idyllischen Kulisse in der historischen Oberstadt.

34 Drehtage sind für den Familienfilm anberaumt, acht Tage lang wird bis einschließlich Montag in Marburg gedreht. Mit dabei sind auch rund 80 Komparsen, die am Dienstag bei strahlendem Sonnenschein und in brütender Hitze immer wieder die gleichen Wege gehen mussten, weil viele kleine Szenen oft wiederholt wurden.

Alltag beim Film. „Drehen heißt warten“, sagt Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer von Hessen-Film und Medien. Die hessische Filmförderung hat „Conni & Co 2“ mit 360.000 Euro unterstützt und damit letztlich dafür gesorgt, dass überhaupt in Marburg gedreht wird. Sogenannte Location-Scouts haben dann Marburg als perfekte Kulisse für „Neustadt“ ausgemacht – die fiktive Kleinstadt, in der die Filmheldin Conni lebt. Und nun spielt auch noch das Wetter mit.

Für Mendig ist es die perfekte Werbung für Hessen und Marburg. „Wir sind froh, dass wir hier in Oberhessen so einen großen Dreh vor dieser malerischen Kulisse haben. Und Til Schweiger ist jemand, der die Leute ins Kino bringt“, sagt Mendig.

von Uwe Badouin

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