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Feuriger „Bossa Nova“ unter dem Regenschirm

30. Eckelshausener Musiktage Feuriger „Bossa Nova“ unter dem Regenschirm

Ein Open-Air-Konzert zu planen und keine überdachte Ausweichspielstätte in petto zu haben – das hätte auch gründlich schiefgehen können. Aber das Glück war den Eckelshausener Musiktagen am Pfingstsonntagnachmittag hold.

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Felix Schauren (von links), Jared Scott, Constantin Hartwig, Bruno Wipfler und Johannes Leiner musizierten unter freiem Himmel.

Quelle: Michael Arndt

Caldern. Zwar ging kurz vor Beginn noch ein starker Schauer nieder, aber dann schien die Sonne weitgehend ungetrübt über der in voller Blüte stehenden Gartenanlage der Lahntal-Baumschule Caldern, und erst nach der Pause kroch die Eisheiligen-Kälte den rund 100 Zuhörern von unten in die Glieder, prasselte der Regen wieder auf die Schirme.

Glück hatten die Veranstalter auch mit den Musikern: „LJO-Brass“, hervorgegangen aus dem Landes-Jugend-Orchester (LJO) Rheinland-Pfalz, trotzte mit Humor dem verspäteten April-Wetter und bewies gleichzeitig seinen preisgekrönten Rang als bestes deutsches Nachwuchs-Blechbläserquintett mit einem Programm unter dem Motto „Bach, Bebop und Bossa“, wie Trompeter Johannes Leiner erläuterte.

Seit 2007 musizieren er sowie der Trompeter Felix Schauren, der Hornist Jared Scott, der Posaunist Bruno Wipfler und der Tubist Constantin Hartwig zusammen. Und da kann sich jeder auf den anderen verlassen, wie das Quintett mit Musik aus drei Jahrhunderten bewies: Auf Werke der Renaissance folgten barocke Hits, wobei die fünf einem Bach-Präludium nicht die originale Fuge, sondern einen Bebop des Pianisten Friedrich Gulda folgen ließen. Danach gab es Filmmusik unter anderem von Nino Rota, aber auch Kompositionen der Gegenwart.

Dass just zum feurigen „Bossa Nova“ der Himmel wieder seine Schleusen öffnete, führte zum vorzeitigen Ende des Konzertes. Weil es dann aber doch wieder aufhörte zu regnen, gab es noch drei Zugaben, wobei die fünf sympathischen Musiker mit dem „Jäger aus Kurpfalz“ als Letztes ein Loblied auf ihre Heimat anstimmten. Es bleibt der Wunsch ans Festival-Team, „LJO-Brass“ wieder zu verpflichten – am besten für ein Konzert in einer Kirche, zum Beispiel in Caldern oder Wetter.

von Michael Arndt

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