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Festival startet mit Uraufführung

20. Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche KUSS Festival startet mit Uraufführung

Jede Menge Theater steht vom 8. bis 14. März am Hessischen Landestheater auf dem Programm. An 7 Tagen sind 19 ausgewählte Produktionen zu sehen. Jede Menge Arbeit für die neue Jury.

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Jürgen Bandte (2. von links), Vorsitzender des Freundeskreises des Hessischen Landestheaters, präsentiert seine Jury: Ogün Derendeli (von links), Brigitte Hauswaldt, Jonas Gerke, Alexandra Manlig, Daniel Gnad und Bärbel Rutz. Es fehlt Emma Gerber.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Eine fast komplett neue Jury präsentierte Jürgen Bandte, der Vorsitzende des Freundeskreises des Hessischen Landestheater. Mit Ausnahme von Bärbel Rutz und Brigitte Hauswald, beide vom Freundeskreis, sind alle Jury-Mitglieder neu: Jonas Gerke (15) von der Elisabethschule Marburg, Alexandra Manlig (16) von der Clemens-Brentano-Europa-Schule in Lollar, Emma Gerber (16) von der Waldorfschule und Daniel Gnad (14) vom Gymnasium Philippinum wurden für eine Woche vom Unterricht befreit, um jede Menge Theater zu sehen.

Toll, aber auch anstrengend

Toll, werden viele denken. Ist es auch. Aber es ist auch anstrengend: Zwei bis drei Stücke werden sie gemeinsam mit dem Theaterprofi Ogün Derendeli täglich sehen, morgens um 9 oder 10 Uhr das erste, abends um 19.30 Uhr das letzte. Die Jury bestimmt den Preisträger des kleinen, aber feinen Theaterfestivals, das sich in den vergangenen 20 Jahren stetig weiterentwickelt hat. 2000 Euro bekommt der Sieger am letzten Tag, gestiftet wird das Geld vom Freundeskreis des Landestheaters.

Für die jungen Juroren ist das Neuland, auch wenn sie dieser alten und immer wieder neuen Kunstform offen gegenüberstehen. Die meisten jedenfalls gehen regelmäßig ins Theater oder spielen an ihren Schulen in Theatergruppen. Und der Schauspieler Ogün Derendeli strahlt: „Es war früher immer schwer für mich, Karten für das Festival zu kriegen. Jetzt hab ich sie.“

Viele Vorstellungen sind bereits ausgebucht, insbesondere die für Grundschüler, freut sich Festivalleiter Jürgen Sachs vom Hessischen Landestheater.

Eröffnet wird das Festival am Sonntag, 8. März, mit der Marburger Uraufführung „Elephant Boy“.

Karten gib es noch für folgende Stücke:

  •  Am Montag, 9. März, zeigt die Comedia Köln ab 19.30 Uhr ihre Produktion „Edelweißpiraten - Banden bilden gegen Hitler“. Das Stück spielt in der Zeit des Nationalsozialismus in Köln und handelt von Jugendlichen, die ein anderes Leben führen wollen als das vorgeschriebene. Doch andere Mode und andere Musik wurden in dem totalitären Staat nicht als persönliche Freiheit, sondern als gefährliche politische Aussage aufgefasst. Das Stück richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren.
  •  Am Mittwoch, 11. März, ist das mehrfach preisgekrönte belgische Agora-Theater ab 19.30 Uhr wieder zu Gast in Marburg: „Die Harmonie der Gefiederten“ heißt ihr ungewöhnliches Stück über Familien. Das Ensemble nimmt den Weg über Vögel, um vom Glück und Unglück in Familien zu erzählen. Garantiert witzig.
  •  Am Donnerstag, 12. März, kommt die Schauburg München, eines der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendtheater, um 19.30 Uhr mit dem Tanzstück „Intimate Stranger“ nach Marburg. Laut der Fachzeitschrift Theater Heute ragt die Schauburg in Deutschland „in einsamer Sonderstellung heraus“. Das Stück erzählt zum Jazz und Swing der 20er bis 40er Jahre hinreißend komisch von der Annäherung Fremder.
  • Mehr Jugendstück geht kaum: Erstmals wurde die freie Marburger Gruppe „german stage service“ zu dem Marburger Festival eingeladen. Sie zeigt am Freitag, 12. März, ab 19.30 Uhr „Tomorrows Parties“ - ein Schauspiel darüber, wie Jugendliche die Welt der Erwachsenen sehen. Gespielt wird es natürlich von Jugendlichen. Im Anschluss gibt es - ganz im Sinne des Stückes - eine Party.
  • Auch für beide Aufführungen am Anschlusstag gibt es noch Karten: Das renommierte Theater Grüne Soße zeigt ab 15 Uhr „3 x König“ für Kinder ab 4 Jahren. Und im Anschluss an die Preisverleihung um 18 Uhr wird es ziemlich skurril: Das Vorstadt-Theater aus Basel zeigt eine ziemlich schräge Version von „Bambi“ (ab 8 Jahren).

von Uwe Badouin

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