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Festival mit Preisen für die besten Stücke beendet

Theatertage Festival mit Preisen für die besten Stücke beendet

Mit einem „Dankeschön für ein sehr gigantisches Festival“ schloss Marburgs Intendant Ekkehard Dennewitz gestern die Hessischen Theatertage. Zum Abschluss der „13 tollen Tage“ wurden die besten Produktionen ausgezeichnet.

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von Katrin Bäuerele
und Gabriele Neumann

Marburg . „Der Junge, der unsichtbar wurde“ vom Dortmunder Kinder- und Jugendtheater wurde als beste Inszenierung der Kinder- und Jugendtheaterwoche ausgewählt. Ein Amoklauf sei darin ohne pädagogischen Fingerzeig hervorragend erfahrbar gemacht worden. Den mit 1 500 Euro dotierten Preis stiftete der Förderverein des Hessischen Landestheaters bereits zum zwölften Mal.

Die Preise der Hessischen Theatertage gingen an folgende Produktionen:

Der Preis für die beste Inszenierung in Höhe von 3 500 Euro wurde an die Inszenierung " Die Bakchen " des Euripides in der Regie von Gustav Rueb des Staatstheaters Kassel vergeben. Die Kasseler Inszenierung, in der Text, Bühnenbild und hervorragende Schauspielerleistungen eine große Wirkung entfalten, zeigt die verstörende Aktualität des fast 2500 Jahre alten antiken Dramas.

Anke Stedingk in der Rolle der Agaue in "Die Bakchen" wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet (3 500 Euro). Anke Stedingk überzeugte die Jury durch ihre intensive und differenzierte Darstellung der Mutter des Pentheus.

Der Preis (3 500 Euro) für die besten NachwuchsschauspielerInnen der diesjährigen Theatertage verleiht die Jury dem Ensemble des Stücks Ehrensache von Lutz Hübner in der Regie von Alexander Brill des Theaters Theaterperipherie, Frankfurt. Die LaiendarstellerInnen mit Migrationshintergrund beeindruckten durch ihre authentische und überaus engagierte Spielweise.

Der Sonderpreis (2 000 Euro) geht je zur Hälfte an zwei Produktionen: an Phantom Geschichte von Nicola Unger, eine Mousonturm-Produktion, und an german stage service für Ich weiß etwas von dir, was du nicht mehr weißt von Manuela Weichenrieder, Rolf Michenfelder und Marius Rosinski. Das Schattenspiel Phantom-Geschichte „erzählt“ die Geschichte des Terroristen Carlos und einer Frau, die ihm zufällig begegnet, in bezaubernd poetischen Bildern, unprätentiös, aber politisch deutlich. Ich weiß etwas von dir, was du nicht weißt lädt zu einem Gang durch die Gassen Marburgs ein, bei dem über einen MP3-Player die Geschichte einer verlorenen Liebe erzählt wird, die für den Hörer die Stadt verändert.

Die Jury der Hessischen Theatertage 2009 bestand aus Kristina Stockmann („Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg e.V.“), Kariona Kupka (Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg) und Herbert Fuchs (Theaterkritiker).

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.

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