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Farben vermitteln Stimmungen

Maler Horst Vaupel Farben vermitteln Stimmungen

„Figuren“ heißt die neue Ausstellung mit Acrylbildern des bekannten 
Marburger Malers Horst Vaupel. Zu sehen ist sie 
im Erwin-Piscator-Haus.

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Der 89-jährige Marburger Künstler Horst Vaupel präsentiert im Erwin-Piscator-Haus Figurenbilder aus 15 Jahren Arbeit.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Horst Vaupels Bilder leuchten in lebendigen, kraftvollen Farben: Viel Rot, Blau und Gelb ist dabei. Auf den bleigrauen Betonwänden im Erwin-Piscator-Haus kommen die Arbeiten bestens zur Geltung und ­geben dem Raum ein heiteres Gesicht.

Bei der gut besuchten Eröffnung der Schau begrüßte Dr. Gerhard Pätzold, Vorsitzender des Marburger Kunstvereins, die Gäste. Dann übergab er das Wort an Dr. Carola Schneider, die neue Geschäftsführerin des Kunstvereins. Sie wies darauf hin, dass Horst Vaupel, Jahrgang 1928, bereits seit 1961 in Marburg lebt.

Schon als Zwölfjähriger habe­ er Ölfarben geschenkt bekommen, erzählte Schneider. „Seitdem kann er nicht davon ­lassen.“ Horst Vaupel sei weit über die Grenzen Marburgs hinaus bekannt und habe seit Anfang der 1970er-Jahre seine ­Arbeiten ausgestellt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland, unter anderem in Maribor und Poitiers, seien seine Werke zu sehen gewesen.

„Schöne und wirklich energiegeladene Ausstellung“

Zunächst angeregt von den Expressionisten, fand Horst Vaupel bald seinen eigenen Stil. Er malte zuerst mit Vorliebe Landschaften, bald kam aber der Mensch als Sujet dazu. Er schuf Porträts seiner Familie, malte Figuren und Menschengruppen auf Plätzen und in der Landschaft. In der Ausstellung wird allerdings kein repräsentativer Querschnitt durch Vaupels Werk gezeigt, sondern nur Figurenbilder aus den Jahren 1997 bis 2012.
Vaupels Figuren haben meist keine Gesichter, sondern sind stark stilisiert, auf das Wesentliche reduziert, erläuterte Schneider. Meist seien zwei Figuren abgebildet, die zueinander in Beziehung treten.

Für die Stimmung zwischen den Figuren spielten vor allem die Farben eine wichtige Rolle, sagte Schneider. Sie zitierte den Maler Emil Nolde und fasste zusammen: „Farben können eine enorme Bandbreite an Emotionen vermitteln, deren Empfinden letztlich aber immer subjektiv ist.“
Am Schluss ihrer Rede dankte Schneider Horst Vaupel für „diese schöne und wirklich energiegeladene Ausstellung“ und wünschte dem 89-Jährigen noch viele aktive Jahre als Künstler.

Tatsächlich lassen den Maler­ auch heute noch Pinsel, Stift und Farbe nicht los. „Ich male und zeichne immer wieder was, auch wenn es nur Skizzen sind“, erzählte er. Ein Problem ergibt sich aber dabei: „Unser Haus in der Marbach ist schon sehr voll. Mehr als 1000 Arbeiten lagern dort.“

  • Die Ausstellung im 1. Obergeschoss des Erwin-Piscator-Hauses (Biegenstraße 15) ist noch bis Oktober 2017 zu sehen und täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet.

von Bettina Preussner

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