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Fans bleiben staunend zurück

Konzert Fans bleiben staunend zurück

Kein wallender Bart, kein kahlgeschorenes Haupthaar – ganz unscheinbar war der Mann, der am Dienstagabend den kleinen Saal der Stadthalle erstürmte.

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Ein Mann, eine Gitarre: Fingerstyle-Gitarrist Andy McKee begeisterte 500 Fans in der Stadthalle mit seinem virtuosen Spiel.

Quelle: Christoph Spieker

 Marburg. Die meisten der rund 500 Besucher hatten Andy McKee wohl als optischen Inbegriff eines Heavy-Metal-Gitarristen kennengelernt. Inzwischen mehr als 30 Millionen Zugriffe auf seine Youtube-Videos haben ihn auf dem Globus bekannt gemacht.

Bekannt genug, nach der Tour mit Don Ross nun zum Auftakt seiner Deutschlandreise solo dem Ruf des KFZ nach Marburg zu folgen. Tatsächlich hat der 32-jährige Fingerstyle-Gitarrist in den E-Gitarren-Gefilden von „Metallica“ und „Dreamtheatre“ begonnen, das Saitenzupfen zu erlernen.

Doch Musiker wie Michael Hedges und Preston Reed eröffneten ihm die Möglichkeiten der akustischen Gitarrengattung. Der Song „The friend I never met“ gedachte dieser Einflüsse. Auch Reminiszenzen an die Musik der 80er Jahre fanden sich in McKees Set. Interpretationen von „Tears for Fears“- oder „Toto“-Songs mischten sich mit Eigenkompositionen.

Jazz, Rock und andere Traditionslinien akustischer Musik waren nur Spielbälle seiner muskulösen Finger und Arme, die mit ihrer Präzision ganze Bands obsolet erscheinen ließen. Diese Meisterschaft ließ diejenigen, die selbst schon einmal eine Gitarre in der Hand gehalten haben, ehrfürchtig zurück.

McKees Fingerpicking und Tapping, die Zweckentfremdung der Gitarre als Schlaginstrument, war ungemein kraftvoll, funky, perkussiv und gleichzeitig höchst emotional und feinfühlig.

von Christoph Spieker

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