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„Familientreffen“ der Akrobaten

17. Varietésommer in der Waggonhalle „Familientreffen“ der Akrobaten

Die wahrscheinlich letzte Hitzewelle der Saison haben wir hinter uns, da will uns der Varietésommer ab kommender Woche künstlerisch einheizen. Fans können sich auf Artisten und Comedy freuen.

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Einen Vorgeschmack auf den 17. Varietésommer in der Waggonhalle gibt diesen Donnerstagabend das Musik-Comedy-Duo „Kindskoeppe“.

Quelle: Veranstalter

Marburg. Der 17. Varietésommer steht auf dem Spielplan und der enthält unter anderem das 35. ZAC Varieté-Programm.

„ZAC“ steht für Zauberei, Artistik und Comedy und genau das bekommen die Zuschauer auch wieder geboten. 1998 hatte Horst Lohr alias Zauberer Juno auf die Bitte des Waggonhallen-Intendanten Matze Schmidt erstmals Varieté-Kollegen angesprochen, ob sie Lust auf ein Gastspiel in Marburg hätten – inzwischen fragen die Künstler an, ob sie kommen dürfen, erzählt Horst Lohr mit einem Augenzwinkern.

Sowohl im Sommer, wie auch im Frühling und im Winter, wird inzwischen ein Varieté-Programm geboten – und das ist sowohl für die Artisten und Künstler wie auch für die Mitarbeiter vor Ort jeweils eine ganz besondere Zeit, wie Heinz Kappe vom Team der Waggonhalle bestätigt.

Die Künstler werden im „Rotkehlchen“ verköstigt und wohnen im Tagungshaus auf dem Gelände – „das ist für die vier Wochen eine richtige Varieté-Familie“, sagt Kappe. Und so mancher kommt gern auch ein zweites oder drittes Mal nach Marburg. Auch in diesem Jahr.

Jongleur Thomas Dietz beispielsweise war schon einmal da – damals als einer von genau zwei Menschen weltweit, die mit neun Bällen jonglieren können. Gleichzeitig, versteht sich. Dietz ist seit 2007 Weltmeister und hat mehrere Goldmedaillen bei Wettbewerben gewonnen. Dieses Mal zeigt er unter anderem eine spektakuläre Leuchtjonglage in Marburg. Auch Dieter Becker ist schon hier gewesen und er bringt zwei neue Partner mit, nämlich Sinja Guth und Kilian Fehre. Zu dritt zaubern sie als „Trio Di Cento“ Akrobatik auf die Bühne.

Zum ersten Mal mit dabei ist Vanessa Lee, die zum einen ­Trapezkunst und zum anderen Antipodenjonglage zeigen wird. Letzteres bezeichnet die Kunst, mit den Füßen zu jonglieren. Und die Spezialität der jungen Artistin sind Gegenstände, die eigentlich auf den Kopf gehören, nämlich Hüte. Vanessa Lee sei total begeistert gewesen, als sie hörte, dass mit den „Jazz-­Robots“ eine eigene Band bei den Varietés in der Waggonhalle spielt, sagt Horst Lohr ( auf dem Bild rechts, links: Matze Schmidt, Foto: Schwarzwäller). Unbedingt wollte sie ihre Auftritte mit Live-Musik absolvieren.

Die Moderation des Programms wird Robert Woitas übernehmen. Laut Horst Lohr ein echter Wortakrobat. Woitas ist nicht nur in der Varieté-Szene bekannt, sondern auch im Bereich Comedy, wo er für andere Künstler schreibt. Und natürlich wird auch Horst Lohr selbst als Zauberer Juno wieder mit von der Partie sein. Die Premiere des ZAC-Sommervarietés findet am Freitag kommender Woche statt. Danach stehen bis zum 25. September noch 13 weitere Shows auf dem Programm – jeweils von Mittwoch bis Samstag um 20 Uhr, sonntags um 18 Uhr.

Fischer macht „Lust auf Meer“

Bei der ersten Samstagsvorstellung am 10. September kann Thomas Dietz nicht mit dabei sein, für ihn tritt Markus Furtner mit seinen „Devil Sticks“ auf. Neben den „ZAC“-Shows umfasst das Programm des Varietésommers noch drei Veranstaltungen speziell für Kinder, nämlich ein Konzert des Kinderliedermachers Martin Pfeiffer, ein Artistiktheater in Gebärdensprache („Knallpurgas Reise zum Mond“) und das Kinderfest im Rahmen der „Semana Latina“ am 25. September.

Dazu kommen noch drei Solo-Programme. Martin Fischer, der auch bereits im Varieté moderiert hat, macht „Lust auf Meer“, Daniel Helfrich zeigt eine Vorpremiere seines Programms „Eigentlich bin ich ja Tänzer“ und ein Konzert von Teresa Bergmann gibt es noch obendrauf.

Einen Vorgeschmack auf den Varieté-Sommer gibt es bereits morgen Abend in der Waggonhalle. Ab 20 Uhr tritt dort das Musik-Comedy-Duo „Kindskoeppe“ erstmals in Marburg auf. Felix Gaudo und Dirk Scheffel seien „Vollblut-Entertainer mit einem Händchen für Ohrwürmer und halsbrecherische Pointen“, teilt die Waggonhalle mit.

Das „Material“ ihrer Show sei der „ganz normale Irr-Sinn des Lebens“: Zwischen herrlich komischen Blödeleien über Familie und Freundschaft hämmert Dirk Scheffel rasant auf sein Xylofon, verzweifelt Felix Gaudo virtuos an seiner Geige, bringt Heintje das Publikum zum Weinen – vor Lachen.

  • Alle weiteren Informationen zu den genauen Terminen, zu Karten und Reservierungen finden sich auf der Homepage der Waggonhalle unter www.waggonhalle.de.

von Nadja Schwarzwäller

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