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Faltz will Zuschauern bunte Show bieten

Open-Air-Spektakel: „Cinderella – A Rock ‘n‘ Roll Fairytale“ Faltz will Zuschauern bunte Show bieten

Das Hessische Landestheater Marburg startet am Samstag in seinen 5. Marburger Theatersommer in der Intendanz von Matthias Faltz. Soviel vorweg: Seine „Cinderella“ wird ein optisches Spektakel.

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Die Kostüme sind ein wahrer Hingucker. Franziska Knetsch als böse Schwiegermutter und Fee ebenso.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Intendant Matthias Faltz verspricht den Zuschauern in seiner „Aschenputtel“-Version „eine sehr bunte Show, tolle Songs, viel Abwechslung, eine große Besetzung“ und natürlich ganz viel Spaß.

„Cinderella – A Rock ‘n‘ Roll Fairytale“ ist eine Wegmarke für ihn. Als er 2010 in Marburg die Nachfolge von Ekkehard Dennewitz antrat, haben er und sein Team beschlossen, das traditionelle Open-Air-Stück im Sommer ins Herz der Stadt zu holen. Der Erfolg gibt ihm recht.

Für Faltz ist „Cinderella – A Rock ‘n‘ Roll Fairytale“ frei nach den Brüdern Grimm, die zweite große Open-Air-Inszenierung in Marburg nach seinem „Don Juan“ im Sommer 2011. Und wie damals greift er in die Vollen: Neun Darsteller, eine fünfköpfige Live-Band, ein „Cinderella“-Chor, sowie Tänzerinnen und Tänzer der Tanzsportgemeinschaft Marburg, der Formation „Lichtblicke“ und „Mondschein“ wirken mit.

 

Jede Menge Personal also für sein Rock ‘n‘ Roll-Märchen. Kein Wunder: Für das Landestheater sind die Open-Air-Spektakel extrem wichtige Produktionen in der Spielzeit. Entsprechend groß ist der Aufwand mit Licht, Musik und Kostümen. Die Kulisse ist ja da: das historische Rathaus und der Marktplatz – und sie ist perfekt.

Faltz und sein Team haben in den vergangenen Jahren viel Erfahrung mit dem Open-Air-Stück mitten in der Stadt gesammelt. „Theater im öffentlichen Raum ist immer etwas Besonderes. Der Markt und das Rathaus spielen mit“, sagt der Intendant. Sein Ehrgeiz sei es, den Raum in sein Theaterkonzept einzubinden, das Besondere von Sommertheater zu betonen.

Gemeinsam mit Dramaturg und Produktionsleiter Alexander Leiffheidt hat er sich für einen sehr aktuellen Zugang zu dem alten Märchenstoff der Brüder Grimm entschieden. Sicher – es gibt die Fee, die böse Stiefmutter, die fiesen Stiefschwestern, den gutaussehenden Prinzen, den König mit seinem Hofstaat, Minister und natürlich die hübsche Cinderella. Die allerdings muss ein Castingverfahren durchlaufen, um sich von ganz unten nach oben zu spielen. Das Ganze geschieht in Form einer Brautschau: „Prinz sucht Frau“. Das kennt man ja von TV-Formaten.

Die Besetzung

Auf der Bühne gibt es ein Wiedersehen mit Franziska Knetsch als böse Schwiegermutter und Fee, Ogün Derendeli als König und Thomas Streibig als Minister, die das Hessische Landestheater verlassen haben, aber als Gäste weiterspielen.

In weiteren Rollen sind Lene Dax (Cinderella), Jürgen Helmut Keuchel (Vater), Ayana Goldstein (Stiefschwester Olivia), Leonie Rainer (Stiefschwester Babsi), Artur Molin (Prinz) und Tobias M. Walter zu sehen, der sich als Casting-Show-Minister aus Marburg verabschieden wird. Die aufwändigen Kostüme kommen von Annie Lenk, für die Bühne zeichnet Fred Bielefeldt verantwortlich, die musikalische Leitung hat Michael Lohmann, und die Choreografien hat Ekaterina Steckenborn einstudiert.

Zur Premiere am Samstag ab 21 Uhr zeigt sich auch das Wetter von seiner schönsten Seite. Laut Prognose wird es sonnig und warm – erfahrene Open-Air-Besucher denken dennoch an eine Decke und eine wärmende Jacke.

Am Sonntag präsentiert die OP das Open-Air-Spektakel ab 21 Uhr zum Sonderpreis für Abonnenten. In der OP-Geschäftsstelle im Schlossberg-Center gibt es für Kurzentschlossene noch ganz wenige Restkarten, die nicht abgeholt wurden. Das Wetter soll etwas durchwachsener und leicht kühler werden. Kein Problem aber bei entsprechender Kleidung.

  • „Cinderella – A Rock ‘n‘ Roll Fairytale“ ist außerdem am 17., 18., 19., 20., 23., 26., 27. und 28. Juni sowie am 2., 3., 4. und letztmals am 5. Juli jeweils um 21 Uhr zu sehen. Einlass ist immer um 20.30 Uhr.

von Uwe Badouin

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