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Fabrik öffnet sich regionaler Kunst

Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf Fabrik öffnet sich regionaler Kunst

Die Vernissage war ein voller Erfolg. Dicht an dicht drängten sich die vielen Besucher durch die Gruppenausstellung der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf (KüV).

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Zahlreiche Besucher kamen zur Vernissage der KüV-Ausstellung in der Hessischen Schraubenfabrik, die noch bis 28. November zu sehen ist.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Etwa 70 Bilder von 14 Künstlern sind in der Produktionshalle und im Flur des Verwaltungstrakts der Hessischen Schraubenfabrik (HSf), in der Stephan-Niderehe-Straße 6, zu sehen. Das Konzept, Kunst in diesen ungewöhnlichen Räumen zu zeigen, scheint aufzugehen. So füllte sich die HSf noch schneller mit Kunstbegeisterten als bei der ersten Ausstellung der KüV dort vor zwei Jahren.

Auch die Belegschaft der HSf ist begeistert. Als zwei Tage vor der Eröffnung die Werke aufgehängt wurden, habe ein „Riesen-Tohuwabohu“ geherrscht, so HSf-Geschäftsführerin Alexandra Schmidt. Die ausgestellten Werke seien aktuell ein großes Gesprächsthema.

Schmidt freut sich, mit der Ausstellung in den Produktionshallen auch bei den Beschäftigten die Hemmschwelle zur Kunst zu senken. „Wenn alles wieder weg ist, ist die Trauer groß. Die Wände wirken dann wieder richtig kahl“, so die Kunstbegeisterte.

„Es geht nicht, dass hier so viele weiße Wände sind“ – so kam es zur Idee, die HSf als Ausstellungsraum für regionale Künstler zur Verfügung zu stellen. Damals lebte Alexandra Schmidt noch in Frankfurt und pendelte nach Marburg. So lernte sie Konrad Debelius, Inhaber der Burgruine Frauenberg kennen, von dem dieser Satz stammt.

Henke-Reinarz sieht spannenden Kontrast

Auch Dr. Johannes Gottlob Rühle freut sich gerade als ehemaliger Arbeitsrichter, dass in einer Fabrik eine Ausstellung stattfinde. Es sei eine tolle Gelegenheit Künstler aus der Region und ihre Werke kennenzulernen. In Marburg und Umgebung gebe es mittlerweile kaum noch eine Möglichkeit größere Ausstellungen durchzuführen, bedauert Rühle, der umso mehr das Engagement von Alexandra Schmidt begrüßt.

Auch Annegrete Henke-Reinarz dankte bei ihrer Eröffnungsrede der Geschäftsführerin. Die Ausstellung sei ein spannender Kontrast zwischen dem rauen Charme der Fabrik mit den aufgetürmten Schraubenkästen und groben Steinwänden und farbenfrohen und feinstrukturierten Kunstwerken, so die Künstlerin. Drei Wochen lang ist die Ausstellung mit dem Titel „ansehen“ in der HSf geöffnet.

Zu sehen sind Bilder und Skulpturen von Annegrete Henke-Reinarz, Anno Mathias Reinarz, Dieter Alamaras, Elisabeth Sabo, Gesine Krukenberg, Ingolf Anschütz, Ingrid Kaftan, Lisa Kreuziger, Manfred 
Doering, Michael Feldpausch, Sabine Göpfert, Sergej Fuchs sowie den KüV-Neuzugängen Gerhard Dippel und Jan Luke.

Für die Finissage haben sich alle Beteiligten etwas Besonderes einfallen lassen. Von jedem Künstler werden dabei am 28. November ab 17 Uhr jeweils drei Werke versteigert. Gebote können auch bereits vorher schriftlich eingereicht werden.

Dr. Johannes Gottlob Rühle wird die Kunstversteigerung durchführen. Er hoffe, dass viele Besucher kommen und alle Bilder versteigert werden. „Wir werden mit den Preisen ganz tief anfangen, so dass auch die Möglichkeit besteht, für kleines Geld gute Sachen zu erwerben“, sagt Rühle. Ein Original habe eine andere Ausstrahlung als etwa ein Kunstdruck, so der erfahrene Kunstauktionator und wirbt: „Erwerbe mal ein Original.“

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 28. November von Montag bis Freitag von 13 bis 16 Uhr zu sehen.

von Mareike Bader

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