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FSK denkt um: Kino-Werbespot ab 12 freigegeben

Landestheater FSK denkt um: Kino-Werbespot ab 12 freigegeben

Freude beim Hessischen Landestheater Marburg. Das Theater hat erfolgreich Einspruch gegen die Freigabe seines Kino-Werbespots eingelegt

Marburg. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft hatte den Spot erst ab 16 Jahren freigegeben und damit die Ausstrahlung für den Großteil aller Filme gesperrt. Das Theater hatte um eine erneute Prüfung im 5er-Ausschuss der zweiten Instanz gebeten hat. Das Resultat: Der Film wird für die Altersstufe ab 12 Jahren frei gegeben. Er kann damit vor gut 60 Prozent aller Filme eingesetzt werden.

Nicht als schießwütige Alte missverstanden werden

Unterdessen erreichte die OP ein Schreiben der Hauptdarstellerin Ute Mehnert, die in dem Spot eine alte Dame spielt, die mit einem Gewehr rigoros einen Parkplatzstreit löst. In dem Brief vom 6. März an Intendant Matthias Faltz schrieb die „theaterbesessene Germanistin“ vor den Dreharbeiten: „Für den Schluss des Spots aber hege ich ein winziges Bedenken: Ich stehe seit Jahrzehnten für das verständnisvolle Miteinander von Jung und Alt - in Beruf, Familie und Öffentlichkeit. Und da ich in Marburg ziemlich bekannt bin, möchte ich nur ungern als schießwütige Alte und Gegnerin der jungen Generation missverstanden werden. Mein Gedanke war deshalb spontan, am Ende aus dem Problem ,Parkplatzsuche‘ und auch ‚Wohnungssuche‘ einen zweigipfligen Schluss zu machen.“ Die Oma sollte bedauernd auf das Opfer blicken und sagen: „Schade, bei mir hätten sie wohnen können!“

von Uwe Badouin

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