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Extremer „Stresstest“ für Bank-Filialleiter

Bad Hersfelder Festspiele Extremer „Stresstest“ für Bank-Filialleiter

Diesen Donnerstag ab 18 Uhr feiert auf der Spielwiese vor der Bad Hersfelder Stiftsruine Jordi 
Galcerans Stücks „Der Kredit“ Premiere.

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Kathrin Ackermann und Helmut Baumann in einer Szene des Musicals „Cabaret“.

Quelle: Klaus Lefebrve/Hersfelder Festspiele

Bad Hersfeld. Darin wird das idyllische spießbürgerliche Leben des Filialleiters einer Bank durch das Auftauchen eines hartnäckigen Kunden aus den Angeln gehoben – oder besser: einem extremen „Stresstest“ unterzogen.

Der Filialleiter hat es sich gerade so richtig gemütlich gemacht in seinem Leben. Zufrieden blickt er auf ein hübsch eingerichtetes Dasein mit allem, was dazugehört: Frau, Haus, Kind und sicherer Job. Doch dann taucht Anton Herberg auf und beantragt einen Kredit.

Ein alltäglicher Vorgang für den Filialleiter: Antrag geprüft, Antrag abgelehnt! Herberg bringt nicht die nötigen Sicherheiten mit, und das bedeutet ein zu großes Risiko für die Bank. Vorschriften sind nun einmal Vorschriften.

Wichtige Fragen humorvoll gestellt

Doch Anton lässt sich nicht abwimmeln: Bekommt er seinen Kredit nicht, wird er die hübsche Frau des Filialleiters verführen, gibt er zu Protokoll. Dieser lacht wie über einen schlechten Witz. Dann aber ruft er seine Frau an, um sie zu warnen. Doch diese Idee geht nach hinten los und sein Kurs fällt bei seiner Gattin: Wütend darüber, dass sie ihm nicht mehr wert ist, als ein Kredit über 3000 Euro, wirft sie ihn kurzerhand aus dem Haus.

Und schon sind die Weichen gestellt. Das Spiel dreht sich. Erfrischend komisch schildert Galceran, wie sich die Machtverhältnisse neu ordnen: Schritt für Schritt gerät der Filialleiter in die Fänge des Bittstellers, bis am Ende die Rollen gänzlich vertauscht sind. Die Macht des Geldes? Geld oder Mensch? Geld oder Glück? – das sind Fragen, die bei dieser Produktion der Bad Hersfelder Festspiele mit viel Humor gestellt werden.

Markus Majowski ist der Filialleiter. Das Fernsehpublikum liebt ihn zum Beispiel für seine Rollen in der Sat.1-Comedy „Die dreisten Drei“. Er spielte im ZDF in den Dora-Heldt-Verfilmungen „Ausgeliebt“ und „Unzertrennlich“ und drehte zahlreiche Werbespots für die Deutsche Telekom. Seine Vielseitigkeit bewies er auch in ernsten Rollen als Assistent von „Tatort“-Kommissar Brinkmann und an der Seite von Ulrich Mühe in der 
ZDF-Reihe „Der letzte Zeuge“.

Wiederaufnahme „Cabaret“

Anton Herberg wird von Rudolf Krause verkörpert. Auch ihn kennt das Fernsehpublikum: Krause wurde für seine Rolle als Hauptkommissar André Langner in der Krimi-Reihe „Unter Verdacht“ (ZDF/Arte) im Jahr 2002 für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Bester Schauspieler in einer Nebenrolle“ nominiert. 2003 wurde er, zusammen mit dem Drehbuchautor Alexander Adolph, Regisseur Friedemann Fromm und den Schauspielern Senta Berger und Gerd Anthoff, mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Wiederaufgenommen wird diesen Freitag ab 20.30 Uhr in der Stiftsruine die erfolgreiche Produktion des Musicals „Cabaret“. Zusammen mit Rasmus Borkowski, Bettina Mönch, Helen Schneider und Helmut Baumann treten wieder alle Darsteller, Sänger und Tänzer aus der vorigen Festspielsaison auf – nur eine Name ist neu: in diesem Jahr stellt Kathrin Ackermann Fräulein Schneider dar.

Sie ist eine erfahrene Bühnenschauspielerin, aber wie so oft, wurde auch sie erst durch Fernsehrollen einem breiten Publikum bekannt. Im „Tatort“ aus Hannover ist sie seit 2004 die Mutter der Kommissarin Charlotte Lindholm, dargestellt von ihrer 
Tochter Maria Furtwängler.

  • „Der Kredit“ ist nach der Premiere zu sehen am 12., 13., 14., 16., 17., 18., 20., 23., 24., 27. und 28.8. (jeweils ab 18 Uhr), „Cabaret“ wird gespielt am 13., 14., 16., 17., 18., 23., 24., 27. und 28.8. (jeweils ab 20.30 Uhr).
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