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Experten beleuchten "Ort und Herkunft" von Gewalt

Symposium am Landestheater Experten beleuchten "Ort und Herkunft" von Gewalt

Mit „Gewalt! In der Mitte der Gesellschaft“ beschäftigt sich von Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. Mai, ein „Symposium über Ort und Herkunft heutiger Gewalt“. Veranstalter ist das Hessische Landestheater Marburg in Kooperation mit der Philipps-Universität und der Musikschule Marburg.

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Mit dem bewaffneten Gartenzwerg wirbt das Landestheater für das Gewaltsymposium am Wochenende.

Marburg. Drei Tage lang setzen sich im Landestheater (Theater am Schwanhof), Wissenschaftler und Künstler, Studierende und interessierte Besucher „Mit der Frage der Verortung der Gewalt und der Verantwortung des Theaters im Diskurs ihrer Darstellung“ auseinander.

Koordiniert wurde das Symposium vom Chefdramaturgen des Landestheaters, Alexander Leiffheidt, und der Dramaturgin Eva Bormann.

Zentrale Thesen und Fragen der Veranstaltung sind: Gewalt ist ein Phänomen des Alltags, das uns alle tagtäglich begleitet. Aber wo beginnt Gewalt? Welche Formen nimmt sie an? Wo vermuten wir sie und wo gerade nicht?

In dem Symposium soll „es einerseits um Gewalt als soziales Phänomen, andererseits auch um Gewalt als Darstellungsproblem der visuellen und performativen Künste gehen“, teilen die Veranstalter mit. „Aktuellen Erklärungsbedarf sehen wir vor allem im Ansteigen politisch motivierter Gewaltphänomene nicht nur an den Rändern, sondern auch in der sogenannten Mitte der Gesellschaft“, erklären die beiden Koordinatoren.

Erwartet werden hochkarätige Gäste wie der in Marburg promovierte neue Leiter des Bielefelder Zentrums für Konflikt- und Gewaltforschung, Professor Dr. Andreas Zick, der bekannte Münchner Soziologe Professor Dr. Armin Nassehi sowie der Journalist Andreas Speit. Aus Marburg nehmen unter anderem Professor Dr. Thomas Noetzel vom Institut für Politikwissenschaft sowie Privatdozent Dr. Jan Süselbeck vom Institut für Neuere Deutsche Literatur teil.

Die künstlerische Seite wird neben Arthur und Signa Köstler vom international erfolgreichen Performance-Kollektiv „Signa“ auch von der jungen Gruppe „Skart“ aus Gießen sowie von Produktionen des Landestheaters vertreten: „Wo geht‘s denn hier zum rechten Rand?“, „Aus der Mitte der Gesellschaft“ sowie „Das Buch von allen Dingen“ schließen jeweils am Abend das Programm ab.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen außer den Workshops mit der Gruppe Skart und Polizeiobermeister Martin Schneider sowie den Theatervorstellungen ist frei. Für Workshopbesucher, die auch die Vorstellungen besuchen wollen, gibt es einen speziellen Symposiumsrabatt.

Weitere Informationen: www.theater-marburg.de/gewalt

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