Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
„Es kribbelt uns schon in den Fingern“

Künstlervereinigung „Es kribbelt uns schon in den Fingern“

Kreative Köpfe stecken immer voller Ideen: Eine Kunstausstellung in Stadtallendorf zum Holocaust und eine in der Hessischen Schraubenfabrik unter dem Motto ,Arbeit‘ stehen auf dem Programm der Künstlergruppe.

Voriger Artikel
Mofas, Hotpants und lange Haare
Nächster Artikel
Lisa-Marie Fischer schafft es ins US-Fernsehen

Begeisterung für die Kunst: (von links) Sergej Fuchs, Johanna Krämer, Ingolf Anschütz, Elisabeth Sabo, Annegrete Henke-Reinarz und Michael Feldpausch.Foto: Bettina Preussner

Marburg. Das Thema geht unter die Haut. Und gerade deshalb haben es die zwölf Mitglieder der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf aufgegriffen: Der Holocaust ist Gegenstand der Ausstellung, die am 27. Januar 2013 in Bologna eröffnet wurde. Jetzt hat das Projekt weitere Kreise gezogen und sich zu einer Wanderausstellung durch Italien entwickelt. Im Januar 2014 wird die Schau dann auch in Deutschland Station machen - in Stadtallendorf.

„Die innere Sicht“ heißt die Kunstschau, die sich mit der Judenverfolgung auseinandersetzt und den Blick der Nachkriegsgeneration auf die Geschehnisse zeigt. Im April werden die Bilder und Objekte in das italienische Marzabotto wandern. In der kleinen Ortschaft nahe Bologna fand 1944 eines der schlimmsten Kriegsverbrechen deutscher Soldaten in Italien statt. Über 770 Zivilisten wurden in einer Vergeltungsaktion getötet.

Auch Cremona in der Lombardei hat Interesse an der Ausstellung. Möglicherweise kommen weitere Städte in Italien hinzu. Im Januar 2014 werden die Kunstwerke im Dokumentations- und Informationszentrum in Stadtallendorf zu sehen sein, am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Für den Herbst plant die Künstlervereinigung eine neue Ausstellung an einem ganz besonderen Ort: In der Hessischen Schraubenfabrik in Marburg. „Wir bringen die Kunst in die Fabrik“, freute sich die Künstlerin Johanna Krämer. Übergeordnetes Thema, an dem alle frei arbeiten können, ist die Arbeitswelt und die Frage nach der Sinnerfüllung durch Arbeit. „Wir sind voller Begeisterung“, erklärte die Malerin Annegrete Henke-Reinarz. „Es kribbelt uns schon in den Fingern.“

Die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf hat seit Januar einen neuen Vorstand. In die gleichberechtigte Dreierspitze wurden Annegrete Henke-Reinarz, Johanna Krämer und Michael Feldpausch gewählt. Kassierer ist Michael Feldpausch, Schriftführer Ingolf Anschütz, Anno Henke und Sergej Fuchs sind Beisitzer.

von Bettina Preussner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr