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Ermitteln bis die Fetzen fliegen

Neu im Kino: Taffe Mädels Ermitteln bis die Fetzen fliegen

In „Brautalarm“ hatte Melissa McCarthy als Megan die Lacher auf ihrer Seite. Nun glänzt sie neben Sandra Bullock erneut - in der Komödie „Taffe Mädels“. Als Polizistinnen sollen sie einen Gangster jagen.

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Die Bostoner Streifenpolizistin Shannon Mullins (Melissa McCarthy, links) und Special Agent Sarah Ashburn (Sandra Bullock) sorgen in „Taffe Mädels“ ordentlich für Lacher. Foto: Twentieth Century Fox

Quelle: Twentieth Century Fox

Marburg. Polizeiermittlungen werden gerne als Stoff für Filme genommen - sei es im Fernsehen oder im Kino. Die Muster sind oft ähnlich: Zwei Ermittler, meist Männer, müssen einen kniffligen Fall lösen. Weil sie so verschieden sind, kommt es zu heftigen Reibereien, bevor sie sich zusammenraufen, um den Gaunern gemeinsam das Handwerk zu legen. So funktioniert auch „Taffe Mädels“ mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy. „Taffe Mädels“ des „Brautalarm“-Regisseurs Paul Feig überzeugt mit komischen Einfällen, lustigen Dialogen und jeder Menge Wortwitz.

Nach „Brautalarm“ glänzt McCarthy auch in „Taffe Mädels“ wieder in der Rolle der selbstbewussten Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Wobei sie als Polizistin Mullins noch um einiges derber und vor allem schlagfertiger agieren darf. Und wo sie mit Worten nicht weiterkommt, setzt sie einfach die Kraft ihres beeindruckend mächtigen Körpers ein. Deshalb hat sie ihren Stadtteil auch fest im Griff. Von einer dürren FBI-Streberin will sie sich die Herrschaft deshalb auch nicht abnehmen lassen. Stur stellt sie sich in den Weg.

Das Gegenstück der Kraftwumme aus dem Multi-Kulti-Stadtteil East Boston ist die strebsame Bundespolizistin Sarah Ashburn aus New York, herrlich stocksteif dargestellt von Sandra Bullock. „Sie ziehen sich an, als wollten sie denen die Steuer machen“, schimpft Mullins beim Versuch, die blasse, klapperdürre Anzugträgerin zur sexy Verführerin zu stylen - für die Verbrechensbekämpfung natürlich.

Ganz politisch korrekt läuft es nicht immer ab, etwa wenn über Albinos gespottet wird. Genüsslich spielen die psychologisch geschulte Ashburn und die lieber hart zupackende Mullins „Guter Bulle, böser Bulle“. Es fliegen jede Menge Fäuste und Kugeln, Menschen sterben und Messer werden gezückt. Die Ermittlerinnen machen Fehler und geraten sogar in Lebensgefahr, doch am Ende hilft ihnen vor allem eines weiter: Mut und weibliche Intuition.

Trotzdem gleitet der Film nicht in Stereotypen ab, sondern lotet die Klischees des Genres vielmehr genüsslich aus. Verbunden mit der brillanten Leistung der Schauspieler und den amüsanten Dialogen bietet der Film deshalb knapp zwei Stunden kurzweiliges Kinovergnügen. Oder, um es mit Ashburns heimlichem Verehrer, dem charmant-unbeholfenen FBI-Kollegen Levy (Marlon Wayans), zu sagen: „Das war jetzt fast cool, fast.“

Humor kommt gut an

Die Besucher der OP-Sneak-Preview am 25. Juni im Cineplex waren überwiegend begeistert von der Komödie. „‚Miss Undercover‘ in cool. Melissa McCarthy ist unschlagbar. Ich hab Tränen gelacht“, so Franziska Bicker (21) aus Marburg.

Der derbe Humor kam bei den meisten sehr gut an, wie bei Adrian Cade (18) aus Marburg: „Sehr lustiger Film. Selbst ich als Mann musste andauernd lachen. Für einen lockeren Abend bestens geeignet“ oder Diana Schumertl: „Ein Lacher jagt den anderen. Schon lange nicht mehr so gelacht“.

Für andere war es an manchen Stellen doch zu übertrieben, wie Markus Balmer: „Ziemlich lustig. Endlich wieder ein guter Film, aber oft überzeichnet.“ Und Florian Lange aus Lahntal meinte: „Ein Film mit einem Humor unter der Gürtellinie“, so Bastian Lange aus Marburg.

Je zwei Freikarten gehen an: Michael Kunz, Rebekka Rupp, Torsten Moniac, Sophie Heinrich und Melina Ferrando. Die Karten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Cineplex.

von Cordula Dieckmann

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